Freitag, 24. Februar 2012

"Im Anfang war das Wort"


Ist die Bibel noch aktuell?

Viele Leute denken: »Die Bibel ist ein uraltes Buch. Was geht sie uns heute noch an?«. Es stimmt, die Texte der Bibel sind 2000 bis 3000 Jahre alt! Und die Wurzeln dieser Geschichten, Lieder und Gebete reichen sogar noch viel weiter in die Vergangenheit zurück.

Und doch ist die Bibel keineswegs veraltet. Bis heute ist sie ein »Bestseller« auf dem Buchmarkt. Sie wurde in mehr Sprachen übersetzt als irgendein anderes Werk der Weltliteratur. Und nach wie vor fasziniert sie Menschen – überall auf der Welt. Denn die entscheidenden Fragen, die uns bewegen, sind über die Jahrtausende hin dieselben geblieben.

Menschen der Bibel erleben Freude und Leid, Hoffnung und Enttäuschungen, großes Vertrauen und quälende Zweifel. Sie fragen nach der Herkunft von Unrecht, Leid und Tod und nach den eigenen Grenzen, suchen nach dem Ziel ihres Lebens und stehen staunend vor den Schönheiten und Wundern unserer Welt, hinter denen sie die Macht des Schöpfers am Werk sehen, der dies alles ins Leben gerufen hat und erhält.

Die Geschichte Gottes mit diesen Menschen – das ist das Thema der Bibel. Und was Gott für sie damals war, das will und kann er auch für uns heute sein, wenn wir uns auf ihn einlassen: ein fester Halt und die Mitte unseres Lebens. Die Bibel kann uns helfen, Gottes Spuren in unserem eigenen Leben zu entdecken. Sie kann für uns zu einem Lebensbuch werden, zum Buch der Bücher, in dem wir – wie die Menschen von damals – Gott begegnen.  Quelle: Deutsche Bibelgesellschaft, www.die-bibel.de


Jahwe (Jesus) rettet, ist Heil“

Heute wird innerhalb und außerhalb der Kirche über vieles diskutiert. Aber entscheidend für die Zukunft des Christentums werden jene Grundfragen sein, die meistens nur hintergründig miterfasst und selten klar durchdacht werden: Gibt es einen persönlichen Gott in meinem Leben? Kann er wirklich mein Heil sein, wenn er der unendlich Größere ist? Wie kann ich ihm begegnen und ihn als unsere Seligkeit erfahren? So konnte Martin Luther noch fragen: wie finde ich einen gnädigen Gott?, während heutige Menschen vermehrt fragen: "wie finde ich einen existierenden Gott”? Diese Fragen bilden mehr als früher ein existentielles Problem, das sich in Schlagworten wie: Abwesenheit Gottes, Entmythologisierung, Engelglaube und wachsender Distanzierung vom kirchlichen Christentum ausdrückt.


Der Glaubende muss vor allem ein „Hörender“ sein

"Den Glauben" hat man nie fertig in der Tasche. Christ sein kann nur, wer ein suchender und hörender Mensch ist und bleibt. Es geht bei der Bibellektüre nicht um das Reden des Menschen, sondern darum, dass er still wird, dass er „ein Hörer“ wird, ein „Hörer des Wortes“. Wir Christen glauben, dass Gott in den Texten der Heiligen Schrift zu uns spricht. Die Bibel kann deshalb Wegweiser und entscheidende Lebenshilfe für uns sein.

Über die Bedeutung des Alten Testaments

Das Alte Testament erscheint uns manchmal sehr fremd. Manche mögen sich an der Brutalität stören, manche hätten gerne etwas weniger Krieg, dafür umso mehr Friede und Freude. Dabei ist das Alte Testament genau das, als was es auf uns wirkt: ein Zeugnis aus längst vergangener Zeit. Allerdings mit einer Botschaft, die immer noch aktuell ist. Sie lautet: Gott ist da. Gott ist mit uns.

Antworten auf grundlegende Fragen

Die Geschichten, die wir im Alten Testament lesen, erscheinen uns meist ziemlich abenteuerlich. Dabei spiegelt sich in den meisten Erzählungen das wieder, was uns auch heute noch beschäftigt. Die Bibel erzählt von Liebe und Leid, von Menschen die hundertprozentig auf Gott vertrauen und von solchen, die an Gott verzweifeln. Das Gut-Sein und das Böse-Sein haben gleichermaßen ihren Platz in diesem Buch. Von menschlichen Schicksalen wird erzählt, von Liebesbeziehungen, von Intrigen von Mord und Eifersucht. Alles, was unser menschliches Leben ausmacht finden wir in der Bibel.

Wir finden uns selber wieder

Weil die Bibel aus dem Leben der Menschen heraus entstanden ist kommt es, dass ganze Teile des AT nicht unbedingt etwas von Gott erzählen. Es gibt sogar einzelne Bücher der Bibel wo das Wort ‚Gott’ nicht ein einziges mal vorkommt, sondern sie beschreiben die Geschichte von Menschen. Und die Bibel rechnet damit, dass jeder der das liest merkt: hier in dieser Geschichte spricht Gott zu uns. Denn Gott spricht in der Geschichte von Menschen. Er spricht in den Glanzleistungen der Menschen ebenso, wie er auch in den Katastrophen menschlichen Lebens spricht. Und wir, die Leser können heute noch nachvollziehen wie Menschen damals auf das Wort Gottes gehört haben (oder auch nicht), wie sie durch die Geschichte, die rings um sie passiert ist, sich angesprochen fühlten und schließlich welche Konsequenzen sie für ihr Leben daraus gezogen haben und nicht zuletzt können wir uns in diesen Geschichten selber wiederfinden.

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