Freitag, 23. März 2012

Ab Sonntag gilt wieder wieder die Sommerzeit


Eine Stunde weniger Schlaf: In der Nacht auf Sonntag ist es wieder so weit. Um 2 Uhr morgens werden die Uhren um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt, und es gilt wieder die Sommerzeit. Enden wird sie am 28. Oktober.

Damit alle öffentlichen und inzwischen auch die meisten Privatuhren sich pünktlich umstellen gibt es den Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt/Main. Mit einer Reichweite von etwa 2000 Kilometern erreicht das Signal des Senders Funkuhren in fast ganz Europa.
Vor- und Nachteile der Umstellung:


Längere Abende

Die Tageslichtphase wird scheinbar nach hinten verschoben. Statt beispielsweise schon um ca. 3:30 Uhr morgens geht die Sonne erst gegen 4:30 Uhr auf, dafür aber erst um 22:15 Uhr statt um 21:15 Uhr unter. Da um 3–4 Uhr morgens der Großteil der Menschen schläft, um 22 Uhr abends aber nicht, verschiebt sich der helle Teil des Tages also stärker in die Wachphasen der meisten Menschen hinein.

Energie
Eine der offiziellen Begründungen für die Einführung der Sommerzeit war die Einsparungvon Energie. Diese ist allerdings fraglich. Beispielsweise haben kalifornische Wissenschaftler 2008 in einer neueren Untersuchung durch dreijährige Beobachtung des Stromverbrauchs von 7 Millionen Haushalten in Indiana, wo die Sommerzeit erst jüngst eingeführt wurde, festgestellt, dass der Stromverbrauch nach der Umstellung auf die Sommerzeit um 1 bis 3 Prozent anstieg. So könne das ursprünglich verfolgte Ziel der Energieeinsparung durch die Sommerzeit nicht erreicht werden. Demnach falle die Energiebilanz sogar negativ aus, da „geringfügige Einsparungen im Frühjahr einem umso stärkeren Stromverbrauch im Spätsommer und Herbst“ entgegenstünden. Die Einwohner Indianas zahlten rund 8,6 Millionen US-Dollar pro Jahr mehr für den zusätzlichen Energieverbrauch.

Menschliche Natur
Während Befürworter der Sommerzeit argumentieren, es sei für die Menschen vorteilhaft, abends länger bei Tageslicht das Leben genießen zu können, wodurch ihre Produktivität erhöht werde, argumentieren die Gegner, die Anpassung an den neuen Tagesrhythmus dauere mindestens mehrere Tage, sei gesundheitsschädlich und verringere während der Umstellungsphase die Produktivität.

Landwirtschaft
Aus der Landwirtschaft ist bekannt, dass die Milchkühe ein bis zwei Wochen benötigen, um sich auf die neuen Melkzeiten umzustellen. Besonders bei der Herbst-Zeitumstellung ist der veränderte Tagesablauf auf den Höfen am lauten Muhen einiger Kühe morgens deutlich zu verfolgen. Bei der Frühjahrsumstellung ist die Milchleistung einige Tage lang geringer. Die meisten Landwirte verteilen inzwischen die Zeitumstellung für das Melken über mehrere Tage, um so das Problem zu mildern.

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