Dienstag, 20. März 2012

Ich vergesse dich nicht ... Wort Gottes für den Tag, 21. März 2012


So spricht der Herr: Zur Zeit der Gnade will ich dich erhören, am Tag der Rettung dir helfen. Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt, der Bund zu sein für das Volk, aufzuhelfen dem Land und das verödete Erbe neu zu verteilen, den Gefangenen zu sagen: Kommt heraus!, und denen, die in der Finsternis sind: Kommt ans Licht! Auf allen Bergen werden sie weiden, auf allen kahlen Hügeln finden sie Nahrung.


Sie leiden weder Hunger noch Durst, Hitze und Sonnenglut schaden ihnen nicht. Denn er leitet sie voll Erbarmen und führt sie zu sprudelnden Quellen. Alle Berge mache ich zu Wegen und meine Straßen werden gebahnt sein. Seht her: Sie kommen von fern, die einen von Norden und Westen, andere aus dem Land der Siniter. Jubelt, ihr Himmel, jauchze, o Erde, freut euch, ihr Berge! Denn der Herr hat sein Volk getröstet und sich seiner Armen erbarmt.

Doch Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen. Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht (Buch Jesaja 49,8-15).

Die Zeit in der Babylonischen Gefangenschaft, worauf der Text der Lesung anspielt,  war für Israel eine traumatische Erfahrung. Man hat sie auch den „Karfreitag“ Israels genannt. Die wunderbare Errettung aus dieser Gefangenschaft ist daher ein geradezu österliches Erlebnis: Die im Dunkeln sitzen, kommen wieder ans Licht. Das Volk das diese Botschaft hört, kann sie kaum glauben. Da spricht Gott zu ihm die Sprache der Liebe, die es verstehen muss...

Was hier einem Volk geschieht, wiederholt sich in der Begegnung mit Jesus im Leben einzelner Menschen. Die Heilung des Gelähmten, von dem wir gestern hörten, lässt die Menschen nach der Legitimität Jesu fragen. Sie stammt von Gott . Er heilt Kranke. Er wird sogar Tote Auferwecken. Der Sohn ist das Wort und die Offenbarung des Vaters selbst.

Wer auf das Wort des Sohnes hört kommt zum Leben. Eines Tages wird er im Grab die Stimme des Menschensohnes hören und zum Leben auferstehen. Jesus regt die Menschen an zur Entscheidung, zum Glauben an das Wort, zur Entscheidung, den Willen Gottes für sich anzunehmen. Ein gerechtes Gericht kündigt Jesus an im Sinne dessen, das nicht willkürlich entschieden wird, sondern nach dem Willen dessen, der ihn gesandt hat. Der Menschensohn ist der Weltenrichter und Weltenretter.

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