Sonntag, 15. April 2012

Firmfeier in Reuland, 15. April 2012


Kann ein Fallschirm Symbol für unseren Glauben sein? Dieser Meinung sind zumindest die Jugendlichen welche am 15. April in der Kirche von Reuland gefirmt wurden. Der Fallschirm ist der Glaube an Gott, an Jesus. Und die vielen Fäden sind die Verbindung zu Gott. Wenn wir diese Verbindung zu Gott nicht abreißen lassen dann tragen sie uns und halten uns, besonders in schwierigen Situationen des Lebens.

Der Bischof ging in seiner Predigt auf diese Thematik ein  und  verwies in diesen Zusammenhang auf die Lesung aus dem Alten Testament, welche kurz zuvor vorgetragen wurde. Dort heißt es: Weißt du es nicht, hörst du es nicht? Der Herr ist ein ewiger Gott, der die weite Erde erschuf. Er wird nicht müde und matt, unergründlich ist seine Einsicht. Er gibt dem Müden Kraft, dem Kraftlosen verleiht er große Stärke. Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und stürzen. Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.“ (Jes 41,28-31).

Der Mensch der auf die Kraft Gottes vertraut, hat einen starken Helfer, so der Bischof. Es ist nicht so, dass dieser Mensch keine Probleme im Leben kennt oder keine Glaubenszweifel, nein! Aber der Herr spricht zu ihm: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir. Denn ich, der Herr, bin dein Gott, ich, der Heilige Israels, bin dein Retter. Weil du in meinen Augen teuer und wertvoll bist und weil ich dich liebe. Dieser Zuspruch Gottes lässt den Menschen vertrauensvoll durchs Leben gehen. Gott fängt da an, wo unsere Möglichkeiten aufhören. Er gibt dem Müden Kraft, und Stärke.

„Wie schnell stoßen wir an unsere Grenzen! Auch ihr Jugendlichen schon. So möchtet ihr vor allem geliebt werden“ so Bischof Jousten. „Aber das ist nicht selbstverständlich. Ein anderer hat ein Glaubensproblem.  Er spürt: Wie unzulänglich, wie armselig ist doch mein Glaube. So schwach wie der des Apostels Thomas, von dem wir im Evangelium hörten“ so führte der Bischof weiter aus.

„Aber gerade diese Menschen geht Gott suchen. So wie bei Thomas. Als Jesus den Jüngern erschien war Thomas nicht dabei. Er erscheint ihnen ein zweites mal. Man hat den Eindruck er kommt extra für Thomas noch einmal, so dass dieser schließlich auch zum Glauben kommt (vgl. Joh 20,19-31). So findet Gott immer Wege, die für den Menschen gut sind. Es lohnt sich, fest auf ihn unseren Herrn zu vertrauen“, so der Bischof. 

Anschließend spendete der Bischof siebzehn Jungen und Mädchen das Sakrament der Firmung.



Fotoserie der Firmfeier HIER

Alle Fotos der Firmfeier von Ludwig Wirtzfeld

Keine Kommentare: