Dienstag, 17. April 2012

Wort Gottes für den Tag, Mittwoch, 18. April 2012


„Verkündet dem Volk alle Worte dieses Lebens“ (Apg 5,20)

Der Hohepriester und alle, die auf seiner Seite standen, nämlich die Gruppe der Sadduzäer ließen die Apostel verhaften und in das öffentliche Gefängnis werfen.  Ein Engel des Herrn aber öffnete nachts die Gefängnistore, führte sie heraus und sagte: Geht, tretet im Tempel auf und verkündet dem Volk alle Worte dieses Lebens!  Sie gehorchten und gingen bei Tagesanbruch in den Tempel und lehrten. Währenddessen kam der Hohepriester mit seinen Begleitern. Sie riefen den Hohen Rat und alle Ältesten der Söhne Israels zusammen; man schickte Boten zum Gefängnis, um die Apostel vorführen zu lassen (Apg 5,17-26).

Die Diener gingen, fanden sie aber nicht im Gefängnis. Sie kehrten zurück und meldeten: Wir fanden das Gefängnis sorgfältig verschlossen und die Wachen vor den Toren stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand darin. Der Tempelhauptmann und die Hohenpriester waren ratlos, als sie das hörten, und wussten nicht, was nun werden sollte. Da kam jemand und meldete ihnen: Die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk. Da ging der Tempelhauptmann mit seinen Leuten hin und holte sie, allerdings nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten, vom Volk gesteinigt zu werden.

Margarine „light“, Käse „light“, Bier „light“! Immer mehr greifen Menschen beim Einkauf zu sogenannten „light“-Produkten. Sie versprechen einen unbeschwerten Genuss ohne Reue und ein leichtes Leben, in dem der Spaß keine Grenzen kennt.

Auch in geistigen Dingen neigen wir immer mehr zur Light-Gesellschaft: Kirchliche
Trauung Ja, aber können wir da nicht anstatt des Evangeliums die Geschichte vom Kleinen Prinzen oder einen Text von Khalil Gibran vorlesen? Unterhalten darf die christliche Botschaft, aber sie sollte in keinem Fall belasten! Wie konträr zur heutigen Zeit muss da der Bericht der Apostelgeschichte erscheinen, in dem Petrus und Johannes ins Gefängnis geworfen wurden, weil sie gerade dieses Evangelium Christi verkündet haben.
  
So fordern die biblischen Texte des heutigen Tages sehr eindringlich auf, sich immer wieder neu auf den Anspruch des Evangeliums zu besinnen und seine Botschaft nicht gedankenlos zu verwässern. Wenn Johannes vom Menschen redet, der sich selber richtet, falls er nicht glaubt, so gilt dies auch im übertragenen Sinn für den Umgang mit dem Evangelium: Der Mensch, der ihm nur „light“ begegnen will, bringt sich selber um den Genuss dieser Leben stiftenden Frohbotschaft, um die Erfüllung, die im Wort Gottes für das menschliche Dasein enthalten ist.

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