Dienstag, 15. Mai 2012

Gott hat ein Herz für die Menschen


Eine Geschichte erzählt von einer eigenartigen, ja schockierenden und brutalen Gewohnheit, die unter den Bewohnern einer kleinen Fischerinsel herrschte. War eine Frau bei einem Ehebruch erwischt worden, wurde sie ohne Gerichtsverhandlung und ohne jede Möglichkeit einer Rechtfertigung vor Sonnenaufgang vom so genannten “Schwarzen Felsen” ins Meer hinabgestoßen.

Nun war eine Frau von dieser Insel schuldig geworden. Während ihr Mann mit dem Boot draußen auf dem Meer beim Fischen war, wurde sie in eindeutig unzüchtiger Weise mit einem anderen Mann entdeckt. Als er vom Fischen heimgekehrt war, berichteten die Leute dem ahnungslosen Mann den Fehltritt seiner Frau. Er wusste sofort um das Urteil, das an seiner Frau gnadenlos vollstreckt werden würde. Wortlos ging er fort, und er fehlte auch, als die Männer im Morgengrauen des nächsten Tages seine Frau von dem “Schwarzen Felsen” in das Meer stießen.


Was war geschehen? Die ganze Nacht hindurch hatte der Mann bis zur Erschöpfung Netze geflickt, mit Stricken Verstärkt und eine Fülle von Säcken mit Heu ausgepolstert. In der Morgendämmerung hatte er dann unterhalb des “Schwarzen Felsens” die Netze an den Uferbäumen mit Seilen fest gebunden, um seine Frau bei ihrem Sturz auf zu fangen. So konnte er seine Frau vor dem unentrinnbaren Tod bewahren.

Diese Erzählung veranschaulicht eindrucksvoll, welche Willenskräfte und Energien frei gemacht werden, wenn Menschen aus reiner Liebe zur Vergebung bereit sind. Stellen wir uns ruhig Gott so vor, wie diesen Mann. Wenn wir uns verlaufen, wenn wir schuldig geworden sind, wenn Menschen uns den "schwarzen Felsen" hinabstürzen wollen, spannt Gott seine Netze aus!

 

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