Donnerstag, 31. Mai 2012

Juni: Zeit der Sonnenwende


Heute beginnt der Monat Juni. Er ist der sechste Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Er hat 30 Tage und enthält den Tag der Sonnenwende, den 21. Juni, welches der längste Tag mit der kürzesten Nacht des Jahres ist. Benannt ist er nach der römischen Göttin Juno, der Gattin des Göttervaters Jupiter, Göttin der Ehe und Beschützerin von Rom.

Juni: Die Vögel werden leiser und ab 22. die Tage kürzer!
Am frühen Morgen ist es kaum zu überhören: die Vogellieder werden leiser, ihr Gesang dünner. Mit der Tag- und Nachtgleiche am 21. Juni wendet sich das Jahr, die Tage werden wieder kürzer. Das spüren auch die Vögel, deren Gesangsaktivität überwiegend von der Tageslänge gesteuert wird. Die Nachtigallen beenden ihren Gesang ebenso wie viele Grasmücken, Laubsänger oder Finkenvögel. Nicht alle gleichzeitig, aber der Morgen wird deutlich leiser.



Zeit für Kitze     

Wenn Ricken besonders scheu sind, bleiben ihre Kitze oft zwischen Grashalmen verborgen in der Wiese. Die weißgetupften Neugeborenen brauchen noch einige Tage Zeit, bis sie dem Alttier folgen können. Jetzt bloß nicht stören, heißt die Devise. Deshalb gehört jeder Hund im Juni an die Leine.

 

Die Schafskälte

Unter der „Schafskälte" versteht man einen Kaltlufteinbruch aus Nordwesten im Sommer, der meistens in der ersten Junihälfte stattfindet. Dieser Kälteeinbruch wird begleitet von unbeständigem und regnerischem Wetter und hat oft einen empfindlichen Temperaturrückgang zur Folge. In den Gipfellagen der Mittelgebirge kann sich sogar teilweise vorübergehend eine dünne Schneedecke bilden.
 
Die Schafskälte hat statistisch gesehen eine unglaublich hohe Eintreffwahrscheinlichkeit, die bei 89 Prozent liegt. Bei einer „echten Schafskälte", wie sie beispielsweise 1998 aufgetreten ist, fallen die durchschnittlichen Temperaturen auf etwa 5 - 10 Grad ab. Da die Schafe zu diesem Zeitpunkt bereits geschoren sind, frieren sie dann ganz fürchterlich. Daher wurden diese kalten Tage im Monat Juni nach den Schafen benannt, die dann frierend auf den Wiesen stehen - oder wie in diesem Fall - liegen.



Was tut sich im Monat Juni in der Kirche?

Nachdem wir im Monat Mai von einem liturgischen Höhepunkt zum anderen geeilt sind, (Erstkommunion, Christi-Himmelfahrt, Pfingsten, Kichweihe ...) wird es nun deutlich ruhiger.

Am Dreifaltigkeitssonntag feiern Aldringen und Dürler ihre Kirmes. Dann folgt Fronleichnam. Wir brauchen nicht nur das Brot für den Leib, sondern auch das Brot für die Seele. Wir brauchen nicht nur das Brot von der Erde, sondern auch das Brot vom Himmel. Im Hochfest des Leibes und Blutes Christi feiern wir dankbar unseren Herrn als das Brot des Lebens. Wie er den Fünftausend den hungernden Magen gefüllt hat, will er auch unsere hungernde Seele immer wieder füllen. Wenn das Wetter es erlaubt ziehen wir betend und singend mit dem Allerheiligsten über die Straßen, auf denen wir in unserem Alltag gehen und fahren. So kommt zum Ausdruck, dass Christus auf den Wegen unseres Alltags seine Spuren hinterlässt.  Neben diesem Bekenntnis ist der Zug durch die Straßen ebenfalls ein Gebet um Schutz und Hilfe.  Christus, der für uns das Brot des Lebens geworden ist, begleitet uns als ein treuer Weggefährte.

Zwei weitere Pfarren feiern ihr Kirchweihfest: Oudler (17. Juni) und Ouren (30. Juni / 1. Juli). Wir feiern ein Fest, weil wir uns an die Weihe unserer Kirche, ja ich möchte fast sagen an die In-Betriebnahme unserer Kirche erinnern.

Vor vielen Jahren haben Menschen den Grundstein zu dieser Kirche gelegt. Viele Menschen haben mit ihrer Muskelkraft dazu beigetragen, dass dieses Gotteshaus vollendet wurde. Seitdem ist diese Kirche erweitert und immer wieder verschönert und restauriert worden, so dass wir voller Stolz auf dieses Gotteshaus schauen dürfen.

Menschen früherer Zeiten bauten hier ein Haus, damit sie damals, damit wir heute wir ein schützendes Dach haben, einen Ort der uns Geborgenheit gibt, einen Ort, wo wir Gott begegnen können in seinem Wort und im Sakrament des Altares. Wichtiger als Steine, Schnitzwerk und buntes Glas sind die Menschen die sich hier versammeln. Darum wollen wir am Tag der Kirmes Gott bitten, dass er uns immer mehr zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen lasse.

Der Heiligenkalender des Monats Juni erinnert an einige große Persönlichkeiten: An den heiligen Bonifatius (5. Juni); Norbert von Xanten ( 6. Juni); Antonius von Padua (13. Juni) ; Aloisius von Gonzaga (21. Juni); Thomas Morus (22. Juni) .

15. Juni: Heiliger Vitus   
Der jugendliche Märtyrer Vitus gehört als Schutzpatron und Nothelfer zu den beliebtesten Heiligen Europas. Er ist Landespatron von Sizilien, der Gebiete der alten Sachsen, d. h. von Westfalen und Niedersachsen, von Pommern, der Insel Rügen und von Böhmen. Über 1300 Orte besitzen den hl. Vitus als Haupt- oder Nebenpatron von Kirchen oder Kapellen, viele als namengebend für Dörfer und Städte, an 150 Orten werden Reliquien von ihm verehrt. Mit mindestens 34 Patronaten ragt er aus dem Kreis der einst hochverehrten Vierzehn Nothelfer heraus, angefangen als Schutzherr der Apotheker, Bierbrauer, Gehörlosen und Fallsüchtigen bis hin als solcher von Soldaten, Schauspielern und Winzern. Seit seiner Hinrichtung vor 1700 Jahren, vermutlich im Jahre 304/305 in Mazara del Valla an der Südwestküste Siziliens, ist sein Name bis heute trotz allen Wandels der kirchlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in lebendiger Erinnerung geblieben. Das erstaunt um so mehr, als über sein Leben außer der Tatsache, dass Vitus jung für Christus starb, kaum etwas historisch verbürgt ist.

Die nach dem heiligen Vitus benannte Stadt und Pfarre St. Vith lädt jedes Jahr zur Vitusoktav ein. Dies findet dieses Jahr vom 9. bis 17. Juni statt. Die Festlichkeiten stehen dieses Jahr unter dem Thema „Baustelle Glaube – Betreten erwünscht“. Einzelheiten können sie dem Informationsblatt entnehmen.



24. Juni: Geburt Johannes des Täufers
Außer dem Geburtsfest der Mutter Gottes wird nur noch die Geburt Johannes‘ des Täufers festlich begangen, denn mit seiner Geburt beginnt die letzte Vorbereitungsphase des Erscheinens Jesu Christi, dessen Vorläufer Johannes ist. Deutlich weist der Täufer auf ihn hin, den Gesalbten des Allerhöchsten, das Lamm Gottes.

27. Juni: Der liturgische Kalender gedenkt heute der jugendlichen Siebenschläfer aus Ephesus, die unter Kaiser Decius für ihren Glauben 251 das Martyrium erlitten. Der Siebenschläfertag gilt als entscheidend für das Wetter der kommenden Wochen. Entweder: „Wenn’s an Siebenschläfer regnet, sind wir sieben Wochen mit Regen gesegnet.“ Oder aber: „Scheint an Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.“

29. Juni: Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus
Wer einmal in Rom gewesen ist, hat sicher die Orte besucht, die mit den Aposteln Petrus und Paulus in Zusammenhang stehen: den Petersdom, die Basilika St. Paul vor den Mauern und andere. Diese Orte führen uns an das Ende ihres Lebens. Jesus hat Petrus, der ihn verleugnet, und Pau‑lus, der ihn verfolgt hat, zu seinen Freunden gemacht. Am Fest der Apostelfürsten feiert die südlichste Pfarre unseres Pfarrverbans  - Ouren - ihre Kirmes.

Alle Gottesdienste des Pfarrverbands im Monat Juni  finden sie HIER





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