Sonntag, 20. Mai 2012

Wort Gottes für den Tag, 21. Mai 2012


Aus der Lesung (1 Kor 2,12):
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist.
Gedanken: Die Welt kann manchmal sehr dunkel sein, und wir sehen nur Angst und Tod um uns. Wir alle spüren manchmal, wie diese Dunkelheit in unser Leben eindringt wie das Meerwasser in einen lecken Schiffsrumpf, wie sie uns nach unten zieht. Aber so dunkel, wie diese Dunkelheit auch ist, ist das Universum voll von Licht.
Alan Wallis Lloyd



Aus dem Evangelium (Lk 17,5):
 Stärke unseren Glauben!
Gedanken: Wer von uns glaubt? Wer von uns zweifelt? Was für eine Frage! Wenn es so einfach wäre. Glaube ist ja nicht wie ein Goldstück, das ich in der Hand habe oder eben nicht habe. Glaube ist Beziehung zum lebendigen Gott. Diese Beziehung kennt ihre Höhen und Tiefen. Und auch ihre Zweifel. Wie menschliche Beziehung auch. Die Beziehung zu Gott kennt ihre hellen und dunklen Stunden. Wie menschliche Beziehung auch. Die Beziehung zu Gott kann sich entwickeln oder verkümmern. Wie menschliche Beziehung auch. [...] Vielleicht ist das heute die größte Gefährdung des Glaubens: Dass der leise, unaufdringliche Ruf Gottes untergeht. Weil unsere Welt so schrill ist, so laut. Weil sich so vieles Zweitrangiges vordrängt und wichtig macht. Wer aber für den Ruf Gottes offen ist, der findet seinen ganz persönlichen Weg des Glaubens. Der findet seinen Platz in der Kirche. Der entdeckt für sich die Lebensqualität des christlichen Glaubens.
Erzbischof Dr. Werner Thissen, Hamburg




 Aus der Lesung (Eph 4,2):
Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe
Gedanken: Du bist ein Mensch: Verspritze nicht Schlangengift, dann wirst du dich auch nicht in ein wildes Tier verwandeln. Der Mund ist dir nicht zum Beißen gegeben, sondern damit du die Wunden anderer heilst.
Basilius der Große


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