Freitag, 22. Juni 2012

Wort Gottes für den Tag, 23.Juni 2012


Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon. Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben. Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage (Mt 6,24-34).


Tag für Tag sorgen wir uns, wie das Leben gelingen kann und was wir für unser Leben brauchen. Wir fragen uns, was wir anziehen sollen und was wir wann essen. Wir planen den Tag mit Einkauf, Arbeit und Freizeit. Vieles will geplant und gut durchdacht sein. Und doch kommt uns oft genug etwas dazwischen und wirft alle Pläne über den Haufen. Dann gilt es, neu zu entscheiden und zu improvisieren.

Im heutigen Evangelium lädt uns Gott ein, uns ganz auf ihn zu verlassen und uns nicht zu sorgen. Schonungslos hält uns Jesus den Spiegel vor. Mit all unserer Sorge, die uns tagtäglich beschäftigt, können wir im letzten nur versuchen, unser Leben abzusichern. Verlängern können wir das Leben – in dieser Welt – nicht. Ganz anders ist es da mit dem Leben, das Gott uns schenken will. Wenn wir uns schon hier und jetzt für das Reich Gottes einsetzen, wenn wir seine erbarmende Liebe versuchen zu leben und zu verschenken, wenn wir uns mühen, ihm zu folgen, dann wird er für uns zum Weg und zum Leben, dann gewinnen wir sein ewiges Leben und hier in dieser Welt ein Stück Gelassenheit und vieles mehr.

Keine Kommentare: