Dienstag, 5. Juni 2012

Wort Gottes für den Tag, Mittwoch, 6. Juni 2012


Paulus, durch den Willen Gottes zum Apostel Christi Jesu berufen, um das Leben in Christus Jesus, das uns verheißen ist, zu verkündigen, an Timotheus, seinen geliebten Sohn: Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn.


Ich danke Gott, dem ich wie schon meine Vorfahren mit reinem Gewissen diene - ich danke ihm bei Tag und Nacht in meinen Gebeten, in denen ich unablässig an dich denke. Wenn ich mich an deine Tränen erinnere, habe ich Sehnsucht, dich zu sehen, um mich wieder von Herzen freuen zu können; denn ich denke an deinen aufrichtigen Glauben, der schon in deiner Großmutter Loïs und in deiner Mutter Eunike lebendig war und der nun, wie ich weiß, auch in dir lebt.

Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft: Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde;  jetzt aber wurde sie durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart. 

Er hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium, als dessen Verkünder, Apostel und Lehrer ich eingesetzt bin. Darum muss ich auch dies alles erdulden; aber ich schäme mich nicht, denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe, und ich bin überzeugt, dass er die Macht hat, das mir anvertraute Gut bis zu jenem Tag zu bewahren (2 Tim 1,1-6).

So manche unserer Mitmenschen haben eine Freude daran, den christlichen Glauben und vor allem die Kirche lächerlich zu machen. Altmodisch, intolerant, frauenfeindlich und triumphalistisch sei die Kirche. Sie nimmt den Menschen alle Lust und alle Freude, kritisiert nur immer herum, stellt Gebote auf, an die sie sich selbst nicht hält, sie deckt pädophile Priester und hat eine total verklemmte Einstellung zur Sexualität. Wir kennen die Vorwürfe und Vorurteile, und es ist wirklich traurig, wenn einige davon manchmal zutreffen. Aber dennoch gelten für uns die Worte des heiligen Paulus: Schämt euch nicht, euch zu Christus zu bekennen! Schämt euch nicht, dass ihr zur Kirche gehört!
Unser Glaube ist ein Schatz, über den wir sehr froh und glücklich sein müssten. Wir glauben an einen Gott der Lebenden. Er ist bei uns und geht alle unsere Wege mit, er ist der Ich-bin-für-dich-da, so hat er sich schon dem Mose im Dornbusch offenbart. Er zeigt uns den Weg zu einem Leben in Fülle, das stärker ist als der Tod.

Wir können diesen Glauben den Menschen unserer Tage nicht beweisen. Aber wir können versuchen, aus dem Glauben an die Auferstehung zu leben und uns für eine lebendige Kirche einsetzen, die für viele Menschen immer mehr zur Heimat, zur Hoffnung und zur Rettung wird. Lassen wir uns also nicht entmutigen, denn Gott hat uns nicht den Geist der Verzagtheit geschenkt, sondern den Geist der Kraft und der Liebe.

1 Kommentar:

Freiwirtschaftler hat gesagt…

(NHC II,2,56) Jesus sagte: Wer die Welt erkannt hat, hat einen Leichnam gefunden. Und wer einen Leichnam gefunden hat, dessen ist die Welt nicht würdig.

Wer das ganze Ausmaß der systemischen Ungerechtigkeit erkannt hat, in der wir (noch) existieren, kann mit "dieser Welt" nichts mehr anfangen und muss sprichwörtlich "über den Rand der Welt fallen". Darum fürchten sich die Allermeisten bis heute vor der Auferstehung, auch wenn das Wissen längst zur Verfügung steht und es seit dem Beginn der so genannten "Finanzkrise" (korrekt: beginnende globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes, klassisch: Armageddon) auch keine andere Möglichkeit mehr gibt, als die absolute Gerechtigkeit und damit allgemeinen Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und den Weltfrieden zu verwirklichen. Die einzige "Alternative" wäre der Rückfall in die Steinzeit, denn je höher man auf der Stufenleiter der Arbeitsteilung nach oben kommt ohne eine stabile Makroökonomie, desto tiefer ist der Fall.

http://www.juengstes-gericht.net