Dienstag, 10. Juli 2012

11. Juli: Namensfest des Hl. Benedikt von Nursia


Bei vielen Menschen kommt es zur Zeit zum „Frust“ über Europa, aber: Europa hat uns zumindest die letzten sechzig Jahre hindurch Frieden und Wohlstand geschenkt. Ähnlich hat der heilige Benedikt Europa Fortschritt für Landwirtschaft, Handwerk und Bildung gebracht. Ohne die Benediktiner und ihre Klöster in ganz Europa wären wir kulturell-geistlich nicht das, was wir heute sind. Auch deshalb ist der heilige Benedikt, der im 6. Jahrhundert wirkte, Schutzpatron Europas. In seinem Sinne können wir auch heute agieren und, getreu seiner Grunddevise „ora et labora“, nicht nur für Europa arbeiten, sondern auch beten.

„Dem Gottesdienst ist nichts vorzuziehen“, legte Benedikt von Nursia den Mönchen in seiner Regel ans Herz. Ein beachtenswertes Wort, auch für jeden anderen Christen, auch für jeden von uns. Was erscheint uns nicht Tag für Tag als so besonders wichtig, dass wir darüber das Gebet, das Lesen in der Heiligen Schrift oder den Besuch des Gottesdienstes hintan stellen? Da sind Besorgungen zu machen, Termine einzuhalten; da gibt es Kummer und Sorgen, die uns ganz in Beschlag nehmen; da hält uns aber auch so manche Zerstreuung und Lauheit fest im Griff.

„Dem Gottesdienst ist nichts vorzuziehen.“ Benedikt wusste, dass der Gottesdienst keine vertane, gar verlorene Zeit ist. Gottesdienst ist Gottes Dienst an uns Menschen. Hier ist er der Erste, der handelt. Hier will er uns seine Zuwendung, seine Kraft, seinen Heiligen Geist schenken und uns stärken für die Arbeit und die Aufgaben, die wir zu erledigen haben. Hier will er ganz einfach bei uns sein und an unserem Leben teilhaben, das Schwere und Negative, aber auch das Schöne und Strahlende mit uns teilen. Am eindringlichsten erfahren wir diesen Dienst Gottes bei der Feier der Eucharistie, wo er uns zu seinem Mahl einlädt, bei dem er uns buchstäblich zur Nahrung wird, Speise und Trank auf dem Weg unseres Leb

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