Samstag, 14. Juli 2012

Wort Gottes für den Tag, Sonntag, 15. Juli 2012



Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt der Volksmund. Daraus spricht die Erfahrung, dass es im Inneren des Menschen scheinbar etwas gibt, was ihn dazu veranlasst, durchzuhalten und nicht vorschnell aufzugeben. Gerade in ausweglos erscheinenden Situationen, wie z.B. bei schwerer Krankheit oder Beziehungskrisen, geben viele die Hoffnung nicht auf: „Vielleicht besteht noch eine Heilungschance“, „Mein Partner kommt bestimmt wieder zurück“ oder „Ich kann es schaffen.“ Auch das Volk Israel hatte die Hoffnung nicht aufgegeben, aus der Knechtschaft der Ägypter befreit zu werden. Nach einer langen Zeit der Erniedrigung wurde es durch die starke Hand Gottes gerettet. Und auch bei Jesus hat die Erniedrigung nicht das letzte Wort gehabt: Jesus schenkt Hoffnung auf ein neues Leben.

Viele folgten Jesus, und er heilte alle Kranken. Aber er verbot ihnen, in der Öffentlichkeit von ihm zu reden. Auf diese Weise sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: Seht, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem
ich Gefallen gefunden habe. Ich werde meinen Geist auf ihn legen und er wird den Völkern das Recht verkünden. Er wird nicht zanken und nicht schreien und man wird seine Stimme nicht auf den Straßen hören. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen, bis er dem Recht zum Sieg verholfen hat. Und auf seinen Namen werden die Völker ihre Hoffnung setzen. (Mt 12,14-21)

Jesus ist die Hoffnung der Menschen, weniger der Erfolgreichen, sondern es sind die Gescheiterten, die Kranken die er heilt, die Sünder denen er Umkehr ermöglicht, Menschen, die alle Hoffnung auf ihn setzen, die sich in den Bildern des geknickten Rohres und dem des glimmenden Dochtes wiederfinden.

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