Donnerstag, 23. August 2012

Glaubst du an den Himmel?


Den heutigen Menschen des Internet-Zeitalters erscheinen Vorstellungen über den Himmel überwiegend so, als stammten sie aus der Steinzeit, als religiöse Folklore um Menschen dumm zu halten. Die ldee eines Weiterlebens nach dem Tode sei zudem unseriös und etwas für die letzten naiven Frommen. Trotzdem: Der Gedanke an den eigenen Tod quält doch viele. Aber weil die Sprache vom Himmel für so viele unverdaulich, oder auch zu naiv ist, sucht man nach Alternativen:
- Die einen sagen: Tot ist Tot. Man lebt wenigstens in seinen Kindern fort. Bei dieser Sichtweise scheint für die armen Junggesellen nichts vorgesehen zu sein.

- Die anderen sagen, ich schaffe mir etwas Großes, ein Denkmal. Z. Bsp. die Häuser die ich gebaut habe, die überdauern mich und darin lebe ich weiter. Nun: Das mag ja sehr nett zu sein, so zu denken... Aber Hand aufs Herz: Manche sind schon vergessen, ehe sie im Grab liegen. Die Hauser und die Grundstücke will man zwar gerne erben, aber sehr schnell ist man in Vergessenheit geraten. Da geht es den Vätern und Müttern nicht viel besser als den Junggesellen.

Wir merken, wer auf einem dieser Wege sein Weiterleben, sein Andenken sichern will, setzt sich einer enormen Kraftanstrengung aus. Er muss bereits heute hart dafür arbeiten, dass er nach seinem Tode... zumindest für einige Jahre nicht vergessen ist. Was also tun, um nicht in die endgültige Vergessenheit zu verschwinden? Welche Möglichkeiten bleiben denn noch, sich vor dem Tod zu retten? Vielleicht kann uns folgende Geschichte weiterhelfen:

Lupinchen starb eines natürlichen Todes. Lupinchen war Lisa-Maries Meerschweinchen. Sie fand ihren Tod zu Hause im Stall. Lisa-Maries Trauer kannte keine Grenzen. Doch ihre Tränen vermochten das Unabwendbare nicht zu ändern. Lupinchen bekam seine letzte Ruhestätte in einer Ecke des heimischen Gartens. Mit ihrer Kinderschaufel begrub sie Lupinchen und versah das Grab mit einem selbst gebastelten Kreuz und einer Begonie. Dies war das erste Mal, dass Lisa-Marie fühlbar mit dem Tod konfrontiert wurde. Doch ihrer Mutter gelang es erfolgreich, sie zu trösten. Lupinchen sei nun im Himmel, versicherte sie Lisa-Marie, es gäbe dort ausreichend Futter; ihr gehe es bestimmt gut. Und als sie Lisa-Marie darüber hinaus erklärte, dass im Himmel auch Kinder seien, die sich um sie kümmerten, war Lisa-Marie aufs Erste beruhigt.

„Wir rührend... wie naiv“, werdet lhr denken, derart einfältig vom Himmel und von einem Leben nach dem Tode zu reden. Ein Himmel für Meerschweinchen? Aber lassen wir uns nicht in die Irre führen. Diese Mutter hat gut daran getan ihrem Kind vom Himmel zu erzählen. Auch die Bibel spricht in Bildern über den Himmel: Die Bibel malt den Himmel in bunten Bildern aus: Sie spricht von "grünen Auen" und "Wassern des Lebens". Für die Bibel ist der Himmel wie ein großartiges Hochzeitsmahl, oder wie ein Ort, wo "Lamm und Löwe friedlich beieinander liegen", wo "Lahme Luftsprünge" machen und Blinde die Farbenpracht bestaunen. Aber wie gesagt: nur Bilder, menschliche Vorstellungen.

Es gibt eine mittelalterliche Erzählung von zwei Mönchen die das deutlich macht. Beide malten sich das Paradies in ihrer Phantasie in den glühendsten Farben aus und versprachen sich gegenseitig, dass der, welcher zuerst sterben würde, dem anderen im Traum erscheinen und ihm sagen solle wie es im Himmel ist. Weil Mönche schweigsame Menschen sind, sollte so wenig wie möglich gesprochen werden. Entweder ,,es ist so“ - d. h. es ist so, wie wir uns das vorgestellt haben, oder „es ist nicht so“ – es ist anders, als wir es uns vorgestellt haben. Als nun der erste gestorben war, erschien er dem anderen im Traum. Aber er sagte sogar einen längeren Satz: „Es ist so und doch total anders, als in unserer Vorstellung. “

Die christliche Hoffnung geht weit über das hinaus, was Menschen sich vorstellen können. Das Leben bei Gott besteht in weit mehr, als nur im Weiterleben in den Gedanken und Herzen der Menschen. Das Dasein bei Gott wird sich mit nichts bisherigem vergleichen lassen können. Jesus lässt uns wissen, dass die Auferstandenen den Engeln gleich sein werden.

Wir könen uns das ewige Leben bei Gott in vielen Facetten und Bildern vorstellen. Aber es wird total anders sein. Lassen wir uns deshalb nicht davon abhalten an einen Himmel zu glauben.

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