Donnerstag, 16. August 2012

Wort Gottes für den Tag, 17. August 2012


Man führte die Apostel herbei und stellte sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.

Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt. Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken. Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen. Als sie das hörten, gerieten sie in Zorn und beschlossen, sie zu töten.

Worauf hören wir? An was orientieren wir uns, was beeinflusst unser Denken, Reden und Tun? Können wir dem Petrus zustimmen, wenn er sagt: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen?

Auf Menschen hören ist oft das Einfachere. Wenn ich das tue, was andere von mir erwarten, erfahre ich Zustimmung und wenig Widerspruch, werde gelobt und anerkannt. Aber schnell fühle ich mich ausgenutzt, wie ein Fähnchen im Wind hin- und herbewegt von den Erwartungen der anderen Menschen an mich.

Wenn ich auf Gott höre und entsprechend rede und handle, ist das nicht immer bequem, weil das, was Gott will, nicht immer das ist, was gerade ankommt, was gerade „in“ ist. Es ruft oft Widerspruch hervor. Aber ich spüre dann auch, dass mein Leben eine klare Orientierung hat, ein festes Fundament, das mir Halt und Richtung gibt, gerade auch in den widersprüchlichen Erwartungen der anderen Menschen an mich.

Gott mehr zu gehorchen als den Menschen, ist nicht immer einfach. Es erfordert manchmal viel Mut und Kraft.

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