Montag, 20. August 2012

Wort Gottes für den Tag, 21. August 2012


Ein Gesetzeslehrer, wollte Jesus auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten (Mt 22,34-40).

Gottes und Nächstenliebe werden uns als die zwei Grundpfeiler unseres Glaubens vorgestellt. Alles entscheidet sich an der Liebe, die keine schöne Theorie ist, sondern sich konkret zeigt. Unsere Liebe zu Gott wird sich darin zeigen, ob wir ihm alles, wirklich alles anvertrauen. Das lese ich aus der Aufforderung: Gott lieben, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Ihm kann und muss ich alles „hinhängen“: die Freude über das Gelungene, die Hoffnung auf Besserung, aber auch den Ärger über Erlittenes und auch die Wut über manches, was ich nicht verstehe in Welt und Kirche, mein Vertrauen und meinen Zweifel.

Und wer von uns möchte nicht geliebt werden, wer möchte und kann verzichten auf die Zeichen der Liebe, wenn ich allein nicht mehr weiterkomme, wenn ich an mir selber zweifle, wenn alles ohne Sinn erscheint. Da sind wir alle gleich – und mein Nächster ist wie ich: liebebedürftig. Deshalb legt uns Jesus auch dieses Gebot ans Herz: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Anders gesagt: Liebe deinen Nächsten, er ist wie du. Eine stets neue Herausforderung gerade auch inmitten der konkreten Kirche mit all dem Menschlichen, das es in ihr gibt.

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