Samstag, 7. Januar 2012

Taufe des Herrn - Ende der Weihnachtszeit


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Mit dem  Fest der Taufe des Herrn schließen wir die Tage ab, in denen wir die Geburt Jesu gefeiert haben – und blicken zugleich nach vorn auf den etwa dreißigjährigen Mann, der sich von Johannes im Jordan taufen lässt. Bei dieser Taufe reihte er sich ein in die Schar derer, die an den Jordan ziehen. Noch einmal wird uns deutlich gemacht: Der Gottessohn ist einer von uns geworden mit allen Konsequenzen. Ja, sogar sein Tod scheint im Untertauchen unter die Fluten des Jordan bereits auf; in den alten Gesängen und Bildern wird das als Vorausbild des Ostergeschehens gesehen: Christus ward einer von uns, als Mensch geboren, als Mensch gestorben. – In unserer eigenen Taufe wurden wir auf den Tod des Herrn getauft. Gott hat auch zu uns gesprochen: „Du bist mein geliebtes Kind.“ An diese Taufe wollen wir uns heute erinnern.

Der Abschluss mit dem Sonntag nach den Hochfest der Erscheinung erscheint plötzlich und ungewohnt. Auch scheint das heutige Fest ja zunächst gar nichts mit Weihnachten zu tun zu haben. Wir sind es zwar gewohnt, dass kleine Kinder schon bald nach ihrer Geburt zur Taufe gebracht werden, aber bei Jesus haben wir es ja mit einem Mann von etwa dreißig Jahren zu tun.




Eigentlich macht erst dieses Geschehen die ganze Bedeutung von Weihnachten deutlich. Hier geht es eben nicht um die Idylle der Geburt eines kleinen Kindes mit Krippenromantik und Wiegenlied, zu der das Fest der Menschwerdung Gottes bei uns geworden ist. Weihnachten bedeutet: Gott wird Mensch in aller Konsequenz. Das Fest der Taufe des Herrn ist daher tatsächlich ein weihnachtliches Fest – und zugleich österlich. Wie Paulus in seinem bekannten Hymnus im Philipperbrief schreibt: „Jesus Christus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich, wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich, war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat Gott ihn über alle erhöht Und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen und jede Zunge bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes des Vaters“ (Phil 2,6–8).


Und wenn wir getauft werden – gleich ob als Säugling oder als Erwachsene –, dann vollziehen wir diese Bewegung nach: Wir werden hineingetaucht in das Schicksal Jesu bis in den Tod und die Auferstehung hinein. Und auch in dieser Taufe scheint Gottes Tun und Herrlichkeit auf: Wir werden zu seinen Kindern, zu Miterben Christi. Er sagt auch zu uns: Du bist mein geliebtes Kind, dich habe ich erwählt. Aus diesem Bewusstsein dürfen und sollen wir leben als weihnachtliche und österliche Menschen zugleich. Guido Fuchs

Freitag, 6. Januar 2012

Donnerstag, 5. Januar 2012

6. Januar: Erscheinung des Herrn

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Wenn von Erscheinungen die Rede ist, denken wir sehr schnell an Übersinnliches, Mystisches. Wenn wir heute, an Epiphanie bzw. am Dreikönigstag, die „Erscheinung des Herrn“ feiern, geht es jedoch um Handfestes: Gott ist Mensch geworden und zeigt sich als einer von uns. Die Weisen aus dem Morgenland erkennen in einem kleinen Kind den verheißenen König und Messias, das Licht, das die ganze Welt erleuchtet.

Dickköpfig glauben – wie die Sterndeuter

„Du mit deinem Dickkopf“ - das ist kein Lob, das hört man nicht gerne. Leute mit Dickköpfen sind unangenehme Zeitgenossen, meistens wenigstens. Aber mit einer gehörigen Portion Dickköpfigkeit kann man auch etwas erreichen - das ist die andere Seite. „Du mit deinem Dickkopf“ - das ist kein Lob, doch ich wünschte mir, man könnte dies von möglichst vielen Christinnen und Christen sagen, denn ein gewisses Maß an Dickköpfigkeit - oder besser: Beharrlichkeit - gehört zum Glauben dazu, unbedingt.

Die Sterndeuter im Evangelium sind ein Beispiel dafür. Sterndeuter - Menschen, die Nacht für Nacht in die Sterne schauen und Versuchen, aus dem Stand der Gestirne etwas Bedeutsames für ihr Leben herauszulesen, und die dann einem ganz bestimmtem Stern folgen, wenn sie meinen, er habe eine wichtige Botschaft für sie; Menschen, die auf ihrem Weg durch die Nacht ein Sinnbild sind für jeden, der nach dem Sinn seines Lebens sucht. Sterndeuter gab und gibt es viele - die Sterndeuter des Dreikönigstages fallen durch ihre Dickköpfigkeit auf.


Man muss schon etwas dickköpfig sein, Wenn man einen neugeborenen König sucht und der Stern einen in die Wüste führt - spätestens hier hatten andere aufgegeben. Man muss schon etwas dickköpfig sein, Wenn man im königlichen Palast zu hören bekommt, man wisse nichts von einem Neugeborenen - spätestens hier hätten andere aufgegeben. Und man muss schon etwas dickköpfig sein, wenn man trotz dieser Enttäuschungen weiterhin dem Stern folgt, obwohl er einen genau dahin führt, Wo nun wirklich kein König zu vermuten ist: nach Betlehem, zu armen Leuten, die noch nicht einmal eine anständige Wohnung haben.


Aber es ist genau diese Dickköpfigkeit, die die Sterndeuter zum Ziel führt: diese Beharrlichkeit, diese Treue zu dem, was sie einmal als richtig erkannt haben.

„Du mit deinem Dickkopf!“ - Wir brauchen so etwas wie eine Dickköpfigkeit im Glauben, wir brauchen Beharrlichkeit und Treue. Das, was wir nach langem Suchen und Ringen als richtig erkannt haben, das gilt es auch zu leben. Dickköpfigkeit, Beharrlichkeit und Treue z.B. dann, wenn man mit seiner Gewissensentscheidung alleine dasteht: auch in der Wüste hielten die Sterndeuter an ihrer Überzeugung fest, dass der Stern ihnen den richtigen Weg zeigt. Dickköpfigkeit, Beharrlichkeit und Treue auch dann, wenn Glaube und Frömmigkeit als altmodisch abgetan werden: Die Arroganz der Meinungsmacher, wie sie sich damals in Jerusalem zeigte, ist ja nicht ausgestorben.

Folge ich dem Weg, den mir mein Stern zeigt? Habe ich eine Grundlinie in meinem Glauben und in meinem Leben? Welche ist das? Kann ich sie mit einem Wort oder Satz umschreiben? Und welches Wort, welcher Satz wäre das? Wer dem Stern folgt, kommt zum Kind an der Krippe und findet das, was augenblicklich für ihn wichtig ist. Allerdings, dazu braucht es eine gehörige Portion Dickköpfigkeit.  Alfons Gerhardt

Dienstag, 3. Januar 2012

Wort Gottes für den Tag, Mittwoch, 4. Januar 2012

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Wie kommt ein Mensch zum Glauben? Wie kommt jemand dazu, sein Leben auf Gott zu bauen? Durch kluge Worte, überzeugende Argumente, erstaunliche Begebenheiten? Auch –Aber die Erfahrung zeigt, dass es meistens persönliche Begegnungen sind, die Anstöße geben sich auf den Glauben einzulassen; Begegnungen mit Menschen, für die Jesus Christus ganz wichtig ist.

Im Evangelium hören wir heute von der Begegnung Jesu mit zwei von den Jüngern des Johannes: Am Tag darauf stand Johannes wieder dort (am Jordan) und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister , wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.

Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus). Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus) (Joh 1,35-42). Am Beginn ihrer Beziehung steht keine gelehrte Rede, sind keine Aufnahmeformalitäten zu erledigen, es werden auch keine Bedingungen genannt, eine Eignungsprüfung ist auch nicht vorgesehen. Nein, nichts dergleichen, sondern am Beginn steht eine unkomplizierte Einladung Jesu: Kommt und seht! Kommt zu mir und lernt mich kennen, verbringt Zeit mit mir, hört mir zu und seht, wie ich lebe - teilt das Leben mit mir. Eine persönliche Beziehung entsteht; Freunde nennt Jesus sie später.

Heute trifft seine Einladung uns: Kommt und seht! Wir sind eingeladen von ihm selbst, ihn immer besser kennen zu lernen, unser Leben mit ihm zu verbringen und uns von ihm prägen zu lassen. Aus Begegnung kann Beziehung werden, kann Glaube und Vertrauen wachsen.

Montag, 2. Januar 2012

3. Januar: Heiligster-Namen-Jesu-Fest

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Nach den anstrengenden Fest- und Feiertagen sind wir nun wieder in den Alltag zurückgekehrt. „Zwischen den Jahren“ hatten viele von uns frei und doch zugleich ein aufreibendes Programm: Besuch bei der Oma und Essen der Weihnachtsgans bei den Schwiegereltern; Bescherung bei der Erbtante und Anstandskaffee bei der Großmutter. Und war da nicht noch etwas? Ach ja, das wichtigste hätte ich fast vergessen: Gott kam als kleines Kind auf die Welt! In einem Stall. Und die ersten die davon Kenntnis nahmen waren Hirten, die in der Nähe mit ihren Herden lagerten.

Schauen wir auf die Hirten!

Als der ganze Trubel verflogen war, als alles wieder ruhig wurde in dieser heiligen Nacht, da sagen sie: ,,Kommt, lasst uns nach Bethlehem gehen!“ Sie zeigen uns, wie es geht, worauf es wirklich ankommt, wenn man Gott finden will.

Man muss wach sein!. Aufmerksamkeit ist gefragt. Aufmerksamkeit für den Anruf Gottes mitten in der Hektik unseres Alltags. Trotz aller Hektik, trotz allem, was tagtäglich auf uns einströmt, was scheinbar so wichtig, so unaufschiebbar ist, aufmerksam zu bleiben, wo Gott uns begegnen will. Denn selbst wenn wir noch so besetzt sind, er kommt doch zu uns, er findet einen Platz, und wenn er sich mit einem zugigen, stinkenden Stall begnügen muss. Er findet auch in unserem Leben einen Platz. Deshalb ist es so wichtig, dass wir aufmerksam und wach sind, damit wir hören, wenn er kommt.
Heiligster-Namen-Jesu-Fest

Heute nun begeht die Kirche das Namen-Jesu-Fest. Auf Bitten Kaiser Karls VI. wurde es 1721 für die gesamte lateinische Kirche eingeführt. Es geht zurück auf die beiden heiligen Franziskaner Bernhardin von Siena und Johannes von Capestranco. Sie ließen sich wahrscheinlich inspirieren vom Evangelisten Lukas, der uns von der Namengebung Jesu berichtet: Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde (Lk 2,19-21).

Ein Sprichwort sagt: „Nomen est omen“ – der Name drückt das Schicksal aus. Auf Geheiß des Engels haben Maria und Josef ihrem Sohn den Namen Jesus gegeben. Das war damals ein sehr gebräuchlicher Name, wie z. B. zu unserer Zeit Christoph. Man sah nichts Besonderes darin, obwohl es eigentlich ein sprechender Name ist. Aus dem Hebräischen übersetzt bedeutet der Name Jesus: „Jahwe rettet, ist Heil“.

Wenn wir heute im Evangelium davon hören dass Jesus beschnitten wurde, dann sagt uns das: Jesus war Jude, er gehörte zur Glaubensgemeinschaft der Juden. Sie beließen es aber nicht bei der Beschneidung, bei der bloßen Zugehörigkeit, sondern Jesus wurde durch seine Eltern mit den Riten und Gebräuchen seiner Religion vertraut gemacht, er ging mit zum Gottesdienst in die Synagoge, in den Gottesdienstraum der Juden. Als er größer wurde, las er in der Hl. Schrift und wurde so mit Gott immer vertrauter.


Seit deiner Taufe gehörst du zu mir!

Bei uns Christen gibt es etwas sehr ähnliches. Nach der Geburt ihres Kindes tragen die Eltern ihr Kind zur Kirche. Dort erhält es die Taufe und zugleich seinen Namen. Von nun an ist es nicht nur ein Kind Gottes, sondern gehört zur großen Familie der Christen. Mit der Taufe beginnt sein Glaubensleben als Christ/in. Die Eltern sind nun verantwortlich, dass aus dem kleinen Kind ein erwachsener Christ wird. Ihre Aufgabe wird es sein, zunächst dem Kind den Glauben vorzuleben, bis es dann, wenn es alt genug ist, auf eigenen (Glaubens)-Beinen stehen kann. Die Taufe ist – wie die Beschneidung – endgültig. Sie kann nicht rückgängig gemacht werden.

Sonntag, 1. Januar 2012

Papst zum Jahresschluss: „Keine Angst vor der dahineilenden Zeit

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„Te Deum laudamus“: Traditionell erklingt dieser Hymnus im letzten Gottesdienst des Jahres in der Petersbasilika. Auch am 31. Dezember 2011 leitete Benedikt XVI. die Vesper mit Te Deum unter der Kuppel des Michelangelo.  Benedikt: „Ein weiteres Jahr geht zu Ende, während wir ein neues erwarten – wie immer mit Bangen, mit Wünschen und Erwartungen. Wenn man an die Erfahrung des Lebens denkt, staunt man, wie kurz und flüchtig es im Grunde ist. Darum stellt sich einem nicht selten die Frage: Welchen Sinn können wir unseren Tagen geben? Welchen Sinn können wir im besonderen den von Mühe und Leid geprägten Tagen geben? Das ist eine Frage, die sich durch die ganze Geschichte hindurchzieht, ja, die das Herz jeder Generation und jedes Menschen beschäftigt. Doch es gibt eine Antwort auf diese Frage: Sie steht im Antlitz eines Kindes geschrieben, das vor zweitausend Jahren in Bethlehem geboren wurde und heute der Lebende ist, der für immer vom Tod erstanden ist.“

Benedikt XVI. ging in seiner Predigt auch auf das Thema der Neuevangelisierung ein, dem im Oktober 2012 die Bischofssynode im Vatikan dienen wird. Es gehe darum, „in sich selbst und in den anderen die Sehnsucht nach Gott wieder wachzurufen“. Ausgangspunkt dafür sei die „sehr persönliche Frage: Warum glaube ich?“ Vor allem den jungen Leuten müsse der Glaube „mit neuem missionarischem Eifer verkündet“ werden: gegen ihre „Orientierungslosigkeit“ in einer „Krise, die nicht nur wirtschaftlicher Natur, sondern ebenso eine Krise der Werte ist“.

Große Neujahrsmesse in St. Peter

 „Die Jugend zur Gerechtigkeit und zum Frieden erziehen“: Das ist das Motto des 45. Weltfriedenstages, den die Kirche an diesem 1. Januar feiert, und das war auch das Motto der Papstpredigt bei der Neujahrsmesse in St. Peter. Wie üblich waren zu diesem ersten Termin des Kirchenoberhaupts im neuen Jahr die meisten der beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomaten erschienen – aber auch drei Könige waren da: Verkleidete Sternsinger aus dem Bistum Würzburg. Ihnen allen stellte Benedikt XVI. das Vorbild der Hirten von Betlehem vor Augen, die den neugeborenen König in einem einfachen Baby erkannten.

„Sie haben die Erfahrung gemacht, in der Gegenwart Gottes zu sein, unter seinem Segen zu stehen nicht im Saal eines imposanten Palastes oder im Angesicht eines großen Herrschers, sondern in einem Stall, vor einem „Kind, das in der Krippe lag“ (Lk 2,16). Gerade von diesem Kind strahlt ein neues Licht aus, das im Dunkel der Nacht leuchtet, wie wir auf vielen Gemälden, die die Geburt Christi darstellen, sehen können. Und von ihm kommt nun der Segen: von seinem Namen – Jesus, das bedeutet: „Gott rettet“ – und von seinem menschlichem Angesicht, in dem Gott, der allmächtige Herr des Himmels und der Erde, Fleisch annehmen und seine Herrlichkeit unter dem Schleier unseres Fleisches verbergen wollte“.

Die erste, die von diesem Segen erfüllt wurde, sei Maria gewesen, so der Papst unter Verweis auf das Hochfest der Gottesmutter Maria am Jahresbeginn. Maria sei „Mutter und Urbild der Kirche“, weil sie sich Gott als „guter Boden“ dargeboten habe, „in dem er sein Geheimnis der Erlösung weiter vollbringen kann“.

Benedikt XVI. erinnerte an „die Schatten, die heute den Horizont der Welt verdunkeln“: Wer vor einem solchen Hintergrund Verantwortung für die Erziehung von Jugendlichen zu grundlegenden Werten übernehme, der sorge dafür, dass man „mit Hoffnung in die Zukunft blicken“ könne. Ganz wesentlich sei heute die Erziehung zur Gerechtigkeit und zum Frieden.

„Die Jungen und Mädchen von heute wachsen in einer Welt auf, die sozusagen kleiner geworden ist, in der beständige, wenn auch nicht immer direkte Kontakte zwischen den verschiedenen Kulturen und Traditionen bestehen. Für sie ist es heute mehr denn je unerläßlich, den Wert und den Weg des friedlichen Zusammenlebens, der gegenseitigen Achtung, des Dialogs und des Verstehens zu lernen.“ 
 
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Ohne solche Erziehung könnten „die gesellschaftlichen Gegebenheiten, in denen sie aufwachsen, Jugendliche dazu bringen, in ihrem Denken und Handeln eine ... intolerante und gewalttätige Weise anzunehmen“, mahnte der Papst. Besondere Verantwortung für solche Erziehungsarbeit komme den Religionsgemeinschaften zu.
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Papst beim Angelus: Gebet um Frieden


50.000 Menschen haben am Sonntagmittag am ersten Angelusgebet des Papstes im neuen Jahr teilgenommen. Unter den Gästen beim Angelusgebet auf dem Petersplatz waren auch die Teilnehmer eines Friedensmarsches der römischen Gemeinschaft Sant Egidio. Auf deutsch sagte Papst Benedikt: „Einen herzlichen Neujahrsgruß richte ich an die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache. Ganz besonders grüße ich die Sternsinger aus dem Bistum Würzburg und alle, die in diesen Tagen als Heilige Drei Könige die Weihnachtsbotschaft verkünden. Das erste liturgische Fest des Jahres ehrt Maria, die Mutter Gottes. Voll Freude schauen wir auf Maria, die Mutter des Erlösers, die der Herr auch uns zur Mutter gegeben hat. In kindlicher Liebe wollen wir uns in diesem Jahr dem mütterlichen Schutz Marias anvertrauen, damit sie uns immer mehr zu Jesus, ihrem Sohn, führe. Gott segne euch alle!”