Samstag, 31. März 2012

Wort Gottes für den Tag 31 März 2012


Langsam wird es ernst für Jesus. Morgen treten wir mit dem Palmsonntag ein in die Heilige Woche, in der wir des Leidens und Sterbens Jesu gedenken. Was einmal so wunderbar begonnen hat, dass Menschen in Krankheit und Leid durch ihn Rettung und Heil erfahren haben, führt geradewegs in die Katastrophe. Der Tod Jesu wird geplant. War also alles umsonst? Doch was niemand ahnt, das feiern wir jetzt: Sein Leiden und Sterben führt durch den Tod zum Leben. Eine Botschaft, die voller Hoffnung ist gerade für die, denen das Leben zur Aufgabe und Frage geworden ist.

Im Johannesevangelium wird Jesus am Ölberg auch nicht wie bei den anderen Evangelisten von Todesangst erschüttert, sondern geht in größter Souveränität den vorgezeichneten Weg. Er bittet nicht um die Rettung aus dem Tod, sondern um die Verherrlichung: Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird. Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben. Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach; und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein. Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren. Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! (Joh 12,23-28)

Dieser Weg Jesu ist nicht nur für ihn vorgezeichnet, sondern für alle, die zu ihm gehören und gehören wollen. Dies verdeutlicht er am Bild vom Weizenkorn das nur Frucht bringt, wenn es in die Erde fällt und stirbt. Wer sein Leben hingibt, wird es gewinnen. Wer nicht loslassen kann, wird erfülltes Leben nicht finden. Nur wer diese Grundhaltung lebt und praktiziert, ist wirklich Jüngerin und Jünger Jesu. Wer diesen Weg mit Jesus geht, hat Teil an seiner Herrlichkeit. 

Dein Wille geschehe
Für Menschen wohl nicht nur unserer Zeit klingt der Gehorsam gegenüber Gottes Willen wenig attraktiv. Ein Wille, der sogar bis zum Tod führen kann? Man mag an den 2. Fastensonntag zurückdenken, wo der Gehorsam gegenüber Gottes Willen Abraham sogar bereit machte, seinen einzigen Sohn zu opfern. Kann das Gottes Wille sein, den Menschen bis zum Untergang zu führen? Als Petrus im Zusammensein mit Jesus zu ahnen beginnt, wohin dessen Weg führt, und er ihm deshalb Vorwürfe macht, weist Jesus ihn von sich: „Geh weg von mir … du hast nicht im Sinn, was Gott will!“ Letztlich aber erweist sich der Wille Gottes doch als heilvoll. Abrahams Gehorsam ihm gegenüber wandelt Gott in Segen für dessen Nachkommen; der Weg Jesu führt über das Kreuz in die Herrlichkeit Gottes. Letztlich will Gott das Gute für uns . Das ist aber nicht immer leicht zu verstehen, dass auch im Opfer das Geheimnis der Liebe Gottes erfahrbar wird.

Mittwoch, 28. März 2012

Papst in Havanna: „Kuba und die Welt brauchen Veränderungen“

Foto (c): dpa.de

Um die 300.000 Menschen - andere Schätzungen liegen deutlich höher - füllten die „Placa de la Revolucion“, unter einem riesigen Che-Guevara-Porträt. In der ersten Reihe: Präsident Raul Castro und einige Spitzenvertreter des Regimes. Beherrschende Farbe war aber nicht grün, wie sonst bei Parteiveranstaltungen hier, sondern das Violett der Fastenzeit. Brütende Sonne, dafür aber eine schöne Brise vom Meer her. Der Papst: schon sichtlich müde, aber konzentriert. In der Lesung boten die drei Jünglinge am Hof von Babylon dem Diktator die Stirn – in der kubanischen Wirklichkeit ist das alles nicht so einfach. 

Foto (c): dpa.de
„Was bringt der Papst zu uns nach Kuba?“, fragte in einer kleinen Grußadresse Kardinal Jaime Ortega, der hier schon vor 14 Jahren Gastgeber von Johannes Paul II. war. Und er fuhr fort: „Überlassen wir die Antwort unserem Volk!“ Jedenfalls sei „das ganze Volk heute hier versammelt“ bzw. am Fernseher, um Benedikts Wort zu hören und sienen Segen zu empfangen, so der Kardinal. „Sie haben sich als Papstnamen Benedikt gewählt – das heißt übersetzt: hochgelebt, gesegnet. Und genauso ist auch Ihr Pontifikat: das eines Papstes, der die Sanftheit und das Erbarmen Gottes allen übermittelt und alle zur Versöhnung untereinander ermutigt.“

Foto (c): dpa.de
In seiner Predigt forderte der Papst erneut mehr Freiheiten für die katholische Kirche auf Kuba. Diese würden es den Gläubigen ermöglichen, einen Beitrag zum Aufbau der Gesellschaft, zu Frieden und zu harmonischer Entwicklung zu leisten. Dazu gehöre das Recht, die christliche Botschaft öffentlich verkünden und feiern zu können. Wörtlich meinte Benedikt XVI.: „Kuba und die Welt brauchen Veränderungen!“ Die werde es aber nur geben, wenn Menschen sich frei dazu entschließen könnten, Versöhnung und Brüderlichkeit zu leben. Die Kirche trage mit ihrem Einsatz im Schul- und Universitätswesen weltweit zur Charakterbildung der Menschen bei. Es sei zu hoffen, dass dies „auch bald“ in Kuba möglich würde, so der Papst. Mit der Religionsfreiheit, die sowohl für den Einzelnen als auch für die Kirche gelten müsse, beanspruche er „kein Privileg“, sondern weise auf ein Recht hin. „Mit Freude"“ erkenne er an, dass Kuba bereits Schritte unternommen habe. Es gelte nun, „das Erreichte festzumachen“, sagte der Papst. (Quelle: radio vatican 28.03.2012)

Foto (c): dpa.de
 

Dienstag, 27. März 2012

Glaube kann Berge versetzen


„Immer wenn du meinst, es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“

Dieses Sprichwort klingt ein wenig naiv und unrealistisch. Die Bibel berichtet jedoch immer wieder von Menschen, die absolut auf Gott vertrauten und in ganz unwahrscheinlicher Weise seine Hilfe erfuhren. Dazu gehört die Geschichte von den drei jungen Männern aus dem Volk Israel in der Verbannung, die nicht bereit waren, ein Götzenbild anzubeten und dafür in den Feuerofen geworfen wurden, wo sie jedoch auf wunderbare Weise vor dem Feuer bewahrt wurden. Berühmt ist ihre herrliche Antwort: „Wenn unser Gott will, kann er uns retten; wenn nicht, so sollst du König, wissen: Auch dann verehren wir deine Götter nicht und beten das goldene Standbild nicht an, das du errichtet hast“.

Wer von uns wünscht sich nicht auch solch einen festen Glauben? Die biblische Erzählung der drei Männer im Feuerofen ist immer wieder aktuell. Mit ihrer Überzeugung, dass der Gott Israels zu seinen Treuen steht, gehen sie ihren Weg. Keine noch so gewaltsame Androhung kann ihre Überzeugung ins Wanken bringen. Sie trotzen der irdischen Macht mit nichts als ihrem Glauben und ihrem Vertrauen.

Diese Lesung führt uns in der österlichen Bußzeit an einen schwachen Punkt unseres Lebens. Schon ein kleiner Zweifel macht es uns oftmals unmöglich, ganz und gar zu glauben und zu vertrauen. Anders ist dies bei Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Mit aller Überzeugung trotzen sie dem König. Niemand ist der Herr, nur Gott allein. Doch gerade ihre Standfestigkeit macht sich bezahlt. In seiner ganzen Ohnmacht muss König Nebukadnézzar erfahren und erkennen, dass der Gott Israels ein allmächtiger Gott ist. Seinen Getreuen steht Gott zur Seite. Vertrauen macht sich bezahlt und wird belohnt.
 (Lies: Buch Daniel Kapitel 3)



Sonntag, 25. März 2012

Menschenwürdig leben. Zukunft geben!



Fastenaktion 2012 von MITEINANDER TEILEN

Jedes Jahr informiert die Fastenaktion von MITEINANDER TEILEN über Ursachen von Armut, Hunger und Ungerechtigkeiten in der sogenannten Dritten Welt, aber sie berichtet auch vom Mut, der Entschlossenheit und den Erfolgen der Menschen, die vor Ort davon betroffen sind, die nicht aufgeben, sondem sich mit ihren Familien, ihrem Dorf oder Stadtviertel für bessere Lebensbedingungen für alle einsetzen.

MITEINANDER TEILEN ist nicht selber aktiv tätig in Guatemala, sondern über seine Partnerorganisation CEIBA. Zur diesjahrigen Fastenaktion kommen gleich zwei Gäste aus Guatemala: Barnabe Vasquez und Natalia Atz, Direktorin der CEIBA. Letztere wird eine ganze Woche in Ostbelgien werweilen und - neben einem Gespräch mit dem Ministerpräsidenten und Treffen mit verschiedenen Iokalen Vereinigungen - auch an vier der Öffentlichkeit zugänglichen Veranstaltungen teilnehmen.

Menschenwürdig leben?!

Die Probleme und Herausforderungen, denen die Menschen in Guatemala gegenüber stehen, scheinen unüberwindbar. Bis heute hat sich das Land nicht von den Folgen eines jahrzehntelang wütenden Bürgerkrieges, der 1996 endete, erholen können. Auch weiterhin prägen starke soziale Ungleichheiten und große Armut das Bild.

Und obwohl die Urbevölkerung, die Mayas, mit ihren 22 Ethnien knapp 60 Prozent der Bevölkerung und somit die Mehrheit ausmachen, sind sie die ersten Opfer dieser Armut. Die verschiedenen Regierungen haben sie stets unterdrückt und ausgegrenzt. Denn es sind vor allem die Nachkommen der Europäer, die die Wirtschaft und die Politik fest im Griff haben, und ihre eigenen lnteressen ohne Abstriche zu verteidigen wissen.

Die Situation der Mayas

Die Mayas leben zum großen Teil im gebirgigen HochIand, wo die Böden steiniger und weniger fruchtbar sind. Auf den Feldern wird das angebaut, was sich eignet, je nachdem auf welcher Höhe ein Feld sich befindet. Die meisten Familien verfügen nur über winzige Parzellen mit wenig Wasser. Zugang zu Wasser, zu Land sind unter den oben beschriebenen Bedingungen selbstverständlich ein großes Problem für diese Bauernfamilien. 


Aus Mangel an Geld und Krediten ist es ihnen nicht möglich, die Rohprodukte vor dem Verkauf selber zu verarbeiten um einen höheren Preis dafür zu erzielen, sondern sie sind gezwungen, diese gleich nach der Emte sehr billig an Zwischenhändler zu verkaufen.

So erlaubt das Einkommen der Familien weder eine ausreichende, noch eine ausgewogene Ernährung: Guatemala hat - laut UNICEF - die höchste Rate an chronisch unterernährten Kindem in Lateinamerika, mehr als 80 Prozent in gewissen Regionen. Viele Erwachsene und Kinder Ieiden zudem an chronischen Krankheiten wie Bronchitis, Durchfall, etc., ohne Zugang zu medizinischer Versorgung - sei es nun aus Kostengründen oder weil es sie vor Ort einfach nicht gibt.

Kinder helfen Kindern

 

Um das Leid der Kinder in Guatemala ein wenig zu mildern unterstützen die Firmlinge des Pfarrverbands Reuland, das sind die Pfarren Aldringen, Dürler, Oudler, Ouren, Streffeshausen , Reuland und Thommen die Fastenaktion von “MITEINANDER TEILEN“ durch eine “Schuhputzaktion” die sie vor einigen großen Geschäften bzw. vor dem “Triangel” in St. Vith  durchführen.







An zwei Samstagen waren sie schon vor Ort mit ihren Firmkatecheten und machten durch Handzettel bzw. durch einen Informationsstand auf ihre Aktion aufmerksam. Auf Wunsch putzten sie den Passanten die Schuhe, um dafür eine Spende für “MITEINANDER TEILEN“ zu erbitten.

 Schon jetzt ist ersichtlich, dass ihre Aktion ein großer Erfolg wird. 



Sehen Sie weitere Fotos HIER 
An den folgenden Terminen führen die Firmlinge ihre Aktion fort:

31. März 2012, von 14,00 – 16,00 Uhr auf dem Parkplatz des Kaufhauses Maassen / Wemperhard (Lux)

9. April 2012 (Ostermontag), 15,00 -17,00 Uhr auf dem Parkplatz des Triangel in St. Vith. Es findet an diesem Tag das Friedensfestival statt.
  
Wer die Aktion der Firmlinge gerne finanziell unterstützen möchte kann eine Überweisung tätigen auf das Konto: BE 68 0000 0000 3434 mit dem Vermerk “Fastenaktion 2012 MITEINANDER TEILEN Ostbelgien”. Danke!