Freitag, 11. Mai 2012

Lebensweisheiten



Mittwoch, 9. Mai 2012

Heiliger Pater Damian de Veuster, Priester aus Belgien - Heiliger der Nächstenliebe



Die wundersame Heilung einer an Krebs erkrankten Frau in Hawaii führte zur Heiligsprechung des aus Belgien stammenden Priesters Damian de Veuster (1840-1889). Der von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1995 selig gesprochene Lepra-Apostel wird für seine Tätigkeit auf der Leprainsel Molokai damals wie heute verehrt. Sein Gedenktag ist der 10. Mai, der Tag an dem er zum ersten Mal die Insel Molokai betreten hatte.


Damian De Veuster, der den Taufnamen Joseph trug, wurde am 3. Januar 1840 in Tremelo in Belgien als das siebte Kind einer Bauernfamilie geboren. Nach Abschluss der Volksschule arbeitete Damian vier Jahre auf dem Elterlichen Hof, wurde dann aber von seinem Vater auf eine Handelsschule geschickt.

Zwei seiner Schwestern waren bereits in einen Orden eingetreten und sein Bruder war Mitglied des Ordens der "Väter der Heiligen Herzen Jesu und Mariä". Damians Wunsch war die Arbeit in der Mission. Den Missionaren seines Ordens ("Väter der Heiligen Herzen Jesu und Mariä") war die seelsorgerliche Betreuung der Sandwich-Inseln (Hawaii, mitten im Pazifik, heute zu den USA gehörend, 1778 von James Cook entdeckt, anvertraut worden.

Der Ordensobere wollte einige Priester, Ordensbrüder und Ordensschwestern in dieses Gebiet aussenden. Eigentlich sollte Damians Bruder mitgeschickt werden, aber als dieser an Typhus dorthin gesandt. Im Herbst 1863 lief das Schiff mit den Missionaren an Bord aus Bremerhaven aus. Viereinhalb Monate dauerte die Fahrt, bis man endlich in Honolulu, der Hauptstadt von Hawaii einlief.



Damian: Ein eifriger Seelsorger

Bereits zwei Monate nach der Ankunft wurde Damian zum Priester geweiht und übernahm nun die Mission des erkrankten Missionars von Puna, der größten der Sandwich-Inseln. In seinem Missionsgebiet gab es ungefähr 30 Katholiken. Da es hier keine Schule oder Kirche gab, war es Damians erste Aufgabe, eine Kirche zu bauen. 1865 war es so weit: Damian konnte das kleine Kirchlein einweihen, darauf hin gleich noch zwei weitere.

Damian wurde in einen anderen Bezirk versetzt. Er leitete bereits neun Jahre diesen Bezirk, als er zu einer ganz neuen Aufgabe berufen wurde: Bei einer Versammlung aller Hawaii-Missionare seines Ordens auf der Insel Maui kam das Gespräch auf die Insel Molokai, die Aussätzigen-Insel. Hierzu muss gesagt werden, dass der Aussatz vor der Entdeckung auf Hawaii gänzlich unbekannt war. Um alle anderen Leute vor dem Aussatz zu schützen, mussten alle Aussätzigen nach Molokai. Damian bat darum, als Seelsorger nach Molokai zu dürfen, man erlaubte es ihm.

Pater Damian half den Leprakranken, die auf die Insel Molokai abgeschoben wurden und
Der erkrankte Damian De Veuster 1888
vollkommen isoliert und in völliger Verwahrlosung lebten. Pater Damian hat für sie gesorgt und ihnen ein menschenwürdiges Leben trotz ihrer furchtbaren und damals noch unheilbaren Krankheit ermöglicht. Bald schon nannte man ihn "Apostel der Aussätzigen". Damians Wirken wurde auf der ganzen Welt bekannt, von überall her kamen Geld- und Sachspenden für Molokai.

Als Damian 45 Jahre alt war, kam ein berühmter Arzt nach Molokai um den Aussatz zu erforschen und den inzwischen weltbekannten Damian kennen zu lernen. Er stellte fest, dass sich Damian angesteckt hatte. Anfangs konnte er immer noch mit demselben Elan, den er sein ganzes Leben hindurch gehabt hatte, weiterarbeiten, aber am 15. April 1889 gab er sein Leben in die Hände seines Schöpfers zurück.

Molokai – „die freundliche Insel“

Molokai ist die zweitkleinste der Hauptinseln Hawaiis, 61 mal 16 Kilometer lang. Sie liegt zwischen Maui und Oahu und auf ihr leben circa 7000 Menschen . Molokai ist neben Lanai eine der Inseln, welche noch nicht voll touristisch erschlossen sind. Wer Ruhe, Abgeschiedenheit, freundliche Menschen, traumhafte Strände und eine sagenhafte Naturvielfalt- und Schönheit zu finden erhofft, ist hier genau richtig!

Landschaft: Zwei Vulkane haben Molokai geformt (Kamakou im Osten und Maunaloa im Westen) Die Landschaft ist sehr vielfältig und ändert sich schlagartig von einem Inselende zum anderen.

-Im Norden: Dort findet man 1000 Meter hohe grüne Klippen mit Wasserfällen und üppigem Regenwald (traumhaft schön)

- Zentralplateau: In der Mitte der Insel gibt es vorwiegend Landwirtschaft (Anbau von Kaffee, Gemüse, Macadamianuß)

- Im Westen: Hier findet man vorwiegend Weideland vor. Da es auf dieser Seite der Insel kaum regnet, ist es hier sehr trocken und die Landschaft wirkt eher kahl.

Geschichte der Insel

Die " freundliche Insel " war eine der ersten, die von den Polynesiern besiedelt wurden. Doch sie war nicht immer freundlich. Aus Angst vor ihren mächtigen Priestern (diese konnten angeblich allein durch ihren Fluch Menschen töten) nannten im 16 und 17 Jahrhundert die benachbarten Inselbewohner Molokai, die " Einsame Insel " und mieden sie. Captain Cook " entdeckte " Molokai 1778, ging aber nicht an Land. King Kamehameha nahm 1795 die Insel ein. Die Insulaner mussten in harter Fronarbeit, Sandelholzwälder fällen und zu den Schiffen der Weißen schleppen.

- Kalaupapa: Mitte des 19 Jahrhunderts suchte Lepra Hawai heim. Wahrscheinlich hatten chinesische Arbeiter die Krankheit eingeschleppt. Man isolierte die Opfer auf der nur schwer zugänglichen Halbinsel Kalaupapa Molokaiis. (Quarantänestation für Leprakranke) 1873 kam der belgische Pater Damien de Veuster in die Leprakolonie und weihte sein Leben den Ausgestoßenen. Heute leben dort noch etwa 50 ehemalige Kranke. Um ihre Privatsphäre zu schützen, darf die Halbinsel nur mittels Führungen besucht werden. 



Jedes Jahr, am letzten Sonntag im Januar, findet die jährliche Kampagne der Damian-Stiftung zum Weltlepratag in allen katholischen Kirchen Belgiens statt.


Dienstag, 8. Mai 2012

Jedes Ende ist gleichzeitig ein neuer Anfang


Dann sagte Jesus zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ ( Mk 16,15-16.19-20).

Es kann ein sehr befreiendes Gefühl sein, wenn man eine Sache abgeschlossen hat, wenn man eine Aufgabe geschafft hat. Eine solche positive Erfahrung stellt sich ein, wenn man die Lehre beendet oder das Abitur gut bestanden hat.

Hinter diesem Abschluss steht dann aber ein neues Ziel oder eine neue Aufgabe. Ein bestandenes Abitur ist also nicht gleichbedeutend damit ist, dass man sich auf den erreichten Lorbeeren ausruhen kann. Wer den Führerschein in der Tasche hat, der lernt erst in der Fahrpraxis das Autofahren.

Mit einem neuen Lebensabschnitt ändern sich Umstände in unserem Leben. Es geht etwas verloren, aber dadurch eröffnen sich neue Lebensräume, es öffnen sich neue Perspektiven, deren Tragweite wir in dem Moment noch gar nicht abschätzen können.

Mit dem Abschnitt, den wir eben im Evangelium gehört haben, endet das Markusevangelium. Es ist abgeschlossen. Nicht nur der Text endet hier. Für die Jünger Jesu ist ein Lebensabschnitt abgeschlossen. Sie haben ihre „Lehrzeit“ bei ihrem Rabbi und Meister
absolviert. Mit klammen Gefühlen und vielleicht mit ängstlichem Herzen sehen sie in die Zukunft. Für sie ist die Zeit mit Jesus endgültig vorbei. Aber wie bei jedem Abschluss, der ein Abschied von gewohnten Lebensabläufen ist, eröffnen sich auch den Jüngern neue Möglichkeiten und Perspektiven. Sie spüren, dass es ein Abschluss mit neuen Herausforderungen ist. Sie sind nicht fertig mit diesem Jesus aus Nazaret. Sie haben ihre Ausbildung in der Schule Jesu durchlaufen und er hat ihnen einen Auftrag mitgegeben, den sie erfüllen sollen. Jetzt beginnt mit diesem Abschied ihr Jüngersein auf einer anderen Ebene ganz neu. Jetzt müssen sie auf eigenen Beinen stehen und, ohne ihren Meister, das Reich Gottes verkünden und in die Tat umsetzen. Das Rüstzeug haben sie empfangen, nun gilt es, das anzuwenden, was Jesus ihnen anvertraut hat.

Montag, 7. Mai 2012

„Ein Schweizergardist ist ein Freund Christi"



26 neue Rekruten in die Schweizergarde aufgenommen


Wer als Schweizergardist im Vatikan dient, macht das aus Freundschaft zu Christus. Daran hat der Papst an diesem Montag die neuen Gardisten erinnert, die am Sonntag in der Audienzhalle geschworen haben, Benedikt XVI. und seinem rechtmäßigen Nachfolgern „treu und redlich“ zu dienen. An diesem Montag traf der Papst seine neuen „Beschützer“ sowie deren Familienangehörigen, die aus der Schweiz nach Rom gereist waren. Ihnen sagte der Papst in der Sala Clementina:


„Ihr, liebe Gardisten, habt das Privileg, für einige Jahre im Herzen der Christenheit zu arbeiten und in der Ewigen Stadt zu leben. Eure Familienangehörigen und alle, die diese Festtage mit euch verbringen, haben die Teilnahme an der Feier der Vereidigung mit einer Wallfahrt zu den Gräbern der Apostel verbunden. Allen wünsche ich, dass sie hier in Rom die einzigartige Erfahrung der Universalität der Kirche machen und den Glauben stärken und vertiefen, vor allem in den Momenten des Gebets und in den Begegnungen, die diese Tage prägen.“

Die Aufgaben, welche die Schweizergarde erfüllt, seien ein unmittelbarer Dienst am Papst und am Apostolischen Stuhl, fügte Benedikt XVI. an, der seine Ansprache in drei Sprachen hielt.

„Die Tatsache, dass sich junge Menschen dazu entschließen, einige Jahre ihres Lebens ganz dem Nachfolger Petri und seinen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen, ist deshalb sehr zu schätzen. Eure Arbeit steht in der Linie einer unbestrittenen Treue zum Papst, die sich anlässlich des ,Sacco di Roma‘ des Jahres 1527 heroisch erwiesen hat, als am 6. Mai eure Vorgänger ihr Leben opferten. Der besondere Dienst der Schweizergarde konnte damals und kann heute nicht erfüllt werden ohne jene Eigenschaften, die jedes Mitglied des Corps auszeichnen: Festigkeit im katholischen Glauben, Treue und Liebe zur Kirche Jesu Christi, Gewissenhaftigkeit und Ausdauer in den kleinen wie in den großen täglichen Aufgaben, Mut und Demut, Selbstlosigkeit und Hilfsbereitschaft. Von diesen Tugenden muss euer Herz erfüllt sein, wenn ihr den Ehren- und Sicherheitsdienst im Vatikan leistet.“


Insgesamt 26 neue Gardisten hat das Korps am Sonntag in seine Reihen aufgenommen. Aus der Schweiz war eine Delegation aus dem Kanton Luzern unter Leitung von Regierungspräsidentin Yvonne Schärli angereist. Insgesamt nahmen rund 3.000 Gäste aus der Schweiz und der römischen Kurie an der Vereidigung teil.

(rv 07.05.2012 mg)