Samstag, 9. Juni 2012

Sonntag, 10. Juni 2012



Mittwoch, 6. Juni 2012

Fronleichnamsfest im Pfarrverband Reuland


Jesus Christus - Brot für das Leben der Welt

Zu Fronleichnam ( Das Fest wird bei uns auf den kommenden Sonntag verlegt) feiern wir die bleibende Anwesenheit Jesu Christi unter den Menschen. Jesus Christus ist nicht nur der Vergangene, der in den Himmel aufgefahren ist, oder derjenige, der einst, am Ende der Welt kommen wird; nein, wir feiern heute, Christus, als denjenigen, der mitten unter uns ist. Er gegenwärtig, wo sich zwei oder drei in seinem Namen versammeln; er ist gegenwärtig in seinem Wort; er ist gegenwärtig in den Sakramenten, besonders im Sakrament der Eucharistie.

Jesus Christus ist gegenwärtig, um für uns Brot zu sein.

Jesus Christus will unseren Hunger stillen:
- den Hunger nach Brot
- den Hunger nach Sinn
- den Hunger nach Liebe
- den Hunger nach unvergänglichem Leben - nach Gott

Hunger nach Brot - Brot für alle


Die Apostel kamen zurück und erzählten Jesus alles, was sie getan hatten. Dann nahm er sie beiseite und zog sich in die Nähe der Stadt Betsaida zurück, um mit ihnen allein zu sein. Aber die Leute erfuhren davon und folgten ihm. Er empfing sie freundlich, redete zu ihnen vom Reich Gottes und heilte alle, die seine Hilfe brauchten. Als der Tag zur Neige ging, kamen die Zwölf zu ihm und sagten: Schick die Menschen weg, damit sie in die umliegenden Dörfer und Gehöfte gehen, dort Unterkunft finden und etwas zu essen bekommen; denn wir sind hier an einem abgelegenen Ort. Er antwortete: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; wir müssten erst weggehen und für all diese Leute Essen kaufen. Es waren etwa fünftausend Männer. Er erwiderte seinen Jüngern: Sagt ihnen, sie sollen sich in Gruppen zu ungefähr fünfzig zusammensetzen. Die Jünger taten, was er ihnen sagte, und veranlassten, dass sich alle setzten. Jesus aber nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, segnete sie und brach sie; dann gab er sie den Jüngern, damit sie diese an die Leute austeilten. Und alle aßen und wurden satt. Als man die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelte, waren es zwölf Körbe voll (Lk 9,11-17).

Wir hörten im Evangelium von der wunderbaren Vermehrung der Brote und der Fische. Trotz der Wohlstandsgesellschaft in vielen Ländern ist der Hunger nach Brot eine der brennendsten Fragen der Zeit. Es fehlt vielen Millionen von Menschen an den elementaren Voraussetzungen für ein menschenwürdiges Leben. Jesus geht an keiner Not vorüber. Jesus hat Mitleid mit den Hungernden. Fünf Brote und zwei Fische genügen, um fünftausend Menschen satt zu machen. (Lk 9,11-17) Dieser Ausschnitt aus dem Lukas-Evangelium zeigt uns: Wo wir Menschen an unsere Grenzen stoßen, dort fangen die Möglichkeiten Gottes erst an. Wir müssen nur auf ihn vertrauen und ihn bitten.

Jesu Wort an seine Jünger: Gebt ihr ihnen zu essen, ist eine Zumutung, nicht nur für die Jünger, sondern auch den Leuten gegenüber. Aber sie nötigt die Jünger und die Menschen, offen zu legen, wie angewiesen sie auf Gottes gütige Hand sind. Die Menschen sollen sich öffnen, sollen bereit sein zu glauben, dass Jesus ihren Hunger stillen kann, sie sollen bereit sein zu glauben an die grenzenlose Fürsorge Gottes.


Die Frohe Botschaft Jesu lautet: Wo Menschen meinen, es gibt nichts mehr zu verteilen, teilt Jesus aus, und es bleibt noch viel übrig. Jesus lehrt uns um das tägliche Brot, um das, was wir lag für Tag notwendig brauchen, zu beten, zu empfangen und miteinander zu teilen. Wo das geschieht werden alle satt. Welch ein Gegensatz zu dem was Menschen heutzutage veranstalten. Viele Menschen verdienen ihr Brot nur unter großen Mühen oder was noch schlimmer ist: Sie bekommen es überhaupt nicht, weil es aus unterschiedlichsten Gründen keine bezahlte Arbeit für sie gibt. Diese Welt bietet einerseits Überfluss an Nahrung, an sonstigem Reichtum, andererseits tiefstes Elend, wo Menschen von allem ausgegrenzt sind, was lebensnotwendig ist. Jesus will das Brot für alle. Er ruft uns auf zum Teilen: "Gebt ihr ihnen zu essen!" (Mt 14,16)

Hunger nach Sinn - Der Mensch lebt nicht vom Brot allein


Fronleichnamsprozession war immer zugleich eine Flurprozession: Wir beten um den Segen Gottes für die Früchte der Erde. Wir bitten um den Segen Gottes für alle Bemühungen der Menschen, dass es Brot für alle gibt. Daneben hungert der Mensch aber noch nach etwas anderem. Früher oder später brechen die tieferen Fragen des Menschseins auf: "Was ist der Mensch? Was ist der Sinn und Zweck unseres Lebens? Was ist das Gute, was die Sünde? Woher kommt das Leid und welchen Sinn hat es? Was ist der Weg zum wahren Glück? Was ist der Tod, das Gericht und die Vergeltung nach dem Tode? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz, aus dem wir kommen und wohin wir gehen?"

Das will heißen: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Er braucht Antworten auf die tieferen Fragen des Daseins. Der Mensch ist geboren zum Lieben. Das meint: Der Mensch ist nicht geboren zum Egoisten, sondern ist ein Lebewesen, das Gemeinschaft braucht, das sein Leben mit anderen teilt, das nach dem anderen fragt. Erst darin erfährt der Mensch den Sinn seines Lebens. Er braucht Liebe und Zuwendung, sonst verkümmert er. Auch hier bietet Jesus uns seine Hilfe an. Jesus hat uns diese Liebe vorgelebt, sie ging bis zum Äußersten. Zugleich will er uns zu einer solchen Liebe befähigen.

Hunger nach unvergänglichem Leben - nach Gott
Mit dem Bedürfnis nach Liebe hängt eng zusammen eine offene oder verborgene Sehnsucht nach unvergänglichem Leben; der Mensch hat das Verlangen, dass die Liebe, das Glück von Dauer ist...

Dem gegenüber steht die Tatsache, dass jeder Mensch das Brot des Todes essen muss. Der Mensch kann sich schwer abfinden mit dem Tod. Er versucht mit allen Mitteln das Leben zu verlängern; er verdrängt den Tod; er wagt nicht, ihm ins Antlitz zu blicken.

Auf diese Sehnsüchte nach unvergänglichem, ewigem Leben gibt Jesus auch eine Antwort, wenn er sagt: "Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben" (Joh 6,51, vgl. Joh 6,48-51). ER fordert uns auf IHN zu verkosten, ihn in uns aufzunehmen. Gottes Liebe sucht hier ein Gegenüber. Und dieses Gegenüber sind wir Menschen. Seine Liebe möchte uns durchfließen, sie möchte uns ausfüllen, uns heilen, uns neu gestalten, sie möchte uns erfreuen und erfrischen, sie möchte uns Kraft geben für unsere Aufgaben.
Wir Menschen haben die Möglichkeit, uns dieser Liebe zu öffnen, oder zu verschließen.

Viele der Leute, die Jesus zuhörten, lehnten seine Worte ab. Sie konnten ihm zu diesem Zeitpunkt nicht glauben, darum konnten sie auch seine Liebe nicht empfangen. Wenn wir dagegen Jesus und seinen Worte glauben, dann öffnen wir uns für seine Liebe, dann empfangen wir sie. Und ganz besonders empfangen wir sie, wenn wir den Leib Christi gläubig empfangen. Dann werden wir selber zu seinen Gefäßen der Liebe. Wir selber dürfen dann wie Brot und Wein werden und Menschen um uns herum mit seiner Liebe beschenken.

Dienstag, 5. Juni 2012

Wort Gottes für den Tag, Mittwoch, 6. Juni 2012


Paulus, durch den Willen Gottes zum Apostel Christi Jesu berufen, um das Leben in Christus Jesus, das uns verheißen ist, zu verkündigen, an Timotheus, seinen geliebten Sohn: Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn.


Ich danke Gott, dem ich wie schon meine Vorfahren mit reinem Gewissen diene - ich danke ihm bei Tag und Nacht in meinen Gebeten, in denen ich unablässig an dich denke. Wenn ich mich an deine Tränen erinnere, habe ich Sehnsucht, dich zu sehen, um mich wieder von Herzen freuen zu können; denn ich denke an deinen aufrichtigen Glauben, der schon in deiner Großmutter Loïs und in deiner Mutter Eunike lebendig war und der nun, wie ich weiß, auch in dir lebt.

Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft: Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde;  jetzt aber wurde sie durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart. 

Er hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium, als dessen Verkünder, Apostel und Lehrer ich eingesetzt bin. Darum muss ich auch dies alles erdulden; aber ich schäme mich nicht, denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe, und ich bin überzeugt, dass er die Macht hat, das mir anvertraute Gut bis zu jenem Tag zu bewahren (2 Tim 1,1-6).

So manche unserer Mitmenschen haben eine Freude daran, den christlichen Glauben und vor allem die Kirche lächerlich zu machen. Altmodisch, intolerant, frauenfeindlich und triumphalistisch sei die Kirche. Sie nimmt den Menschen alle Lust und alle Freude, kritisiert nur immer herum, stellt Gebote auf, an die sie sich selbst nicht hält, sie deckt pädophile Priester und hat eine total verklemmte Einstellung zur Sexualität. Wir kennen die Vorwürfe und Vorurteile, und es ist wirklich traurig, wenn einige davon manchmal zutreffen. Aber dennoch gelten für uns die Worte des heiligen Paulus: Schämt euch nicht, euch zu Christus zu bekennen! Schämt euch nicht, dass ihr zur Kirche gehört!
Unser Glaube ist ein Schatz, über den wir sehr froh und glücklich sein müssten. Wir glauben an einen Gott der Lebenden. Er ist bei uns und geht alle unsere Wege mit, er ist der Ich-bin-für-dich-da, so hat er sich schon dem Mose im Dornbusch offenbart. Er zeigt uns den Weg zu einem Leben in Fülle, das stärker ist als der Tod.

Wir können diesen Glauben den Menschen unserer Tage nicht beweisen. Aber wir können versuchen, aus dem Glauben an die Auferstehung zu leben und uns für eine lebendige Kirche einsetzen, die für viele Menschen immer mehr zur Heimat, zur Hoffnung und zur Rettung wird. Lassen wir uns also nicht entmutigen, denn Gott hat uns nicht den Geist der Verzagtheit geschenkt, sondern den Geist der Kraft und der Liebe.

Montag, 4. Juni 2012

Gedenktag des Heiligen Bonifatius, des Apostels Deutschlands


1250 Jahre ist es heute her, dass der heilige Bonifatius mit 52 Begleitern bei Dokkum in Friesland erschlagen worden ist. 30 Jahre lang zog der aus dem englischen Wessex stammende Missionar unermüdlich durch das damalige Germanien und verkündete das Evangelium.

Bonifatius, der mit Geburtsnamen Winfried hieß, wird als Apostel Deutschlands und als Apostel der abendländischen Kultur verehrt. Bald nach seiner Priesterweihe nahm er seine ersten Missionsreisen auf, die ihn von England nach Germanien führten. Im Laufe seiner Missionstätigkeit erhielt er die Bischofsweihe und den Namen Bonifatius. Er war als Wegbereiter für den Glauben unermüdlich im Einsatz. So gründete er in vielen seiner Missionsgebiete Klöster als Orte des Gebetes und des Glaubens. Sein Eifer für die Mission brachte ihm den Tod. Er wurde am 5. Juni 754 zusammen mit 52 Gefährten bei Dokkum von den Friesen erschlagen.

Versuch einer kritischen Würdigung ...

Kritische Stimmen sagen, zu einer wirklichen Evangelisierung Deutschlands sei es nie gekommen. „Bekehrung“ – das hieß allzu oft Zwangstaufe ganzer Volksgruppen, nachdem sich der jeweilige Stammesführer oder Fürst für die neue Religion entschieden hat. Das aber hat nur selten zur Umkehr der Herzen geführt, die allein das eigene Leben und das der Nachkommen tief greifend zu prägen vermag.

Kein Wunder, dass unter dem Deckmantel des christlichen Glaubens oft die alten Kulte als „Aber-Glaube“ weitergelebt haben. Bis heute: In Deutschland lesen mehr Christen regelmäßig ihr Horoskop als in der Bibel. Manche sehen in dieser ausgebliebenen Evangelisierung gar eine Erklärung für die Glaubensspaltungen, die Religionskriege und schließlich auch die unchristlichen Gräuel des letzten Jahrhunderts, die sich ausgerechnet auf deutschem Boden zugetragen haben.

Bonifatius selbst wird sich wohl bewusst gewesen sein, dass sich eine echte Umkehr nicht mit einem einzigen Akt vollzieht, sondern Zeit und Pflege braucht. Dafür sprechen die vielen Klöster, die er in den ihm anvertrauten Bistümern gründete. In unseren Tagen gewinnen solche geistliche Zentren neue Bedeutung: Gemeinden und Gemeinschaften, deren Mitglieder den Herrn in ihrer Mitte wissen; die Beten, Reden und Handeln in Einklang zu bringen suchen und die fragenden Zeitgenossen großherzig Gastfreundschaft gewähren.

Papst Benedikt: „Das Paradies ist so ähnlich wie meine Kindheit“


Fünf Fragen, fünf Antworten: In einer Feier am Samstag Abend in Mailand stand Papst Benedikt XVI. zu Fragen der Familie Rede und Antwort. Frei und ohne Manuskript antwortete er auf Fragen zu seiner eigenen Familie, zu wiederverheirateten Geschiedenen oder zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Den Anfang machte die junge Vietnamesin Cat Tien, Benedikt XVI. erzählte auf ihre Frage von seiner eigenen Kindheit und Jugend, von den Familiensonntagen und gemeinsam verbrachter Zeit. „Um die Wahrheit zu sagen, ich stelle mir vor, dass es im Paradies so sein wird, wie es in meiner Jugend war, meiner Kindheit“, so der Papst. „In dieser Umgebung des Vertrauens, der Freude und der Liebe waren wir glücklich und ich glaube, dass es im Paradies ähnlich sein muss wie in meiner Kindheit.“

Die Fragestunde war untermalt von Gesängen und von Zeugnissen gelebten Glaubens, sie prägten die fröhliche und geistliche Stimmung. Trotzdem ging es auch und vor allem um die Probleme, denen Familien in der Welt und in der Gesellschaft heute begegnen. So zog der Papst die Erzählung der Hochzeit von Kanaa heran, um den Übergang von Verliebtheit zu Liebe zu erklären: Der erste Wein reicht nicht, und es stellt sich dann heraus, das ein zweiter, gereifter Wein – die Liebe nach der Verliebtheit – viel besser ist.

Aus Griechenland kam die Frage, was der Papst Familien sagt, die vor wirtschafticher Perspektivlosigkeit die Hoffnung zu verlieren drohen. Aus den USA wollte ein Paar wissen, wie sie geistlich als Familie mit dem Stress und der Hektik des Alltags und vor allem der Arbeitswelt umgehen sollen. Und aus Brasilien legte ein Ehepaar die Frage nach wiederverheirateten Geschiedenen vor, drei Fragen, die den betroffenen Familien, aber auch der Kirche unter den Nägeln brennen und die immer auf den Tisch kommen müssen, wenn Kirche das Thema Familie anspricht.

Papst Benedikt antwortete auf alle Fragen nicht mit den schnellen Lösungen oder Vertröstungen. Für wirtschaftlich hoffnungslose Situationen forderte er die Solidarität der Anderen ein: Familien müssten sich gegenseitig unterstützen und er schlug vor, analog zu den kulturellen Städtepartnerschaften solidarische Familienpartnerschaften zu gründen. Man müsse Verantwortung füreinander übernehmen, und das schrieb er auch der Politik und besonders den Parteien ins Stammbuch: Schluss mit den leeren Versprechungen und dem Stimmenfang, es muss Verantwortung übernommen werden, vor Gott und den Menschen.

Der Papst lobte Unternehmen, die Familien einen besonderen Rang einräumten und über den Sonntag hinaus Vergünstigungen schafften, davon hätten diese Arbeitgeber dann selber auch etwas, weil es das Arbeitsklima und die Verbundenheit im Betrieb stärke. Antworten auf die moderne Arbeits- und Lebenswelt zu finden brauche Kreativität, und die sei häufig nicht einfach zu finden. Hier nehme der Sonntag eine besondere Rolle ein: Der Tag für Gott und genau deswegen auch der Tag für den Menschen. Diesen gelte es zu schützen, weil sich die Freiheit des Menschen in ihm ausdrücke, diese Freiheit dürfe nicht aufgegeben werden.

Schmerzhaft ist das Thema der wiederverheirateten Geschiedenen, eine der großen Fragen der Kirche heute, so der Papst. Hier gebe es keine schnellen Lösungen. Wichtig sei vor allem, dass die Gemeinden es verstünden, solche Paare nicht auszuschließen und sie am vollen Leben der Kirche teilhaben zu lassen, auch wenn sie das Sakrament der Eucharistie nicht empfangen könnten. Auch würde hier noch einmal der Kirche vor Augen geführt, wie zentral ihre Werte von Liebe und Ehe seien, diese Paare lägen der Gemeinschaft also besonders am Herzen.

Offene Antworten auf Fragen des täglichen Lebens in Familien und Ehen in der Kirche. Und auch wenn sie nicht immer einfach waren und die Situationen, aus denen sie stammen, nicht so schnell vorbei gehen werden, so war doch während des ganzen Abends das Interesse aller – auch des Papstes – deutlich zu spüren, diese Realität der Familie und der Ehe nicht aus dem Blick zu verlieren. Der Papst stellt sich das Paradies vor wie seine Kindheit, aber er übersieht auch nicht die Realität der Familie von heute. (rv 03.06.2012 ord)