Donnerstag, 9. August 2012

Wenn das Weizenkorn nicht stirbt ... Wir gedenken des heiligen Diakons Laurentius


Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht wird. Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht. Wer an seinem Leben hängt, verliert es; wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es bewahren bis ins ewige Leben (Joh 12,22-25).

Zu den vielen Menschen, die im 3. Jahrhundert zur Zeit der Christenverfolgung ihr Leben gegeben haben und so zum „Weizenkorn“ geworden sind, gehört auch der Diakon Laurentius. Er hat dem Kaiser die Armen der Stadt Rom als die wahren Schätze der Kirche vorgestellt. Diakon sein wie Jesus, der seinen Freunden die Füße wäscht, Diakon sein wie Laurentius, der sich im Dienst an den Armen und Schwachen in die Nachfolge Jesu begibt, um im Umgang mit den Menschen zu zeigen, an welchen Gott wir glauben: Der aufrichtige Dienst am Menschen ist uns allen in Taufe und Firmung mit aufgegeben.

Drei Grundaufgaben 
der christlichen Gemeinde kennt die Kirche:
·      die Glaubensverkündigung (martyria),
·      die Feier des Gottesdienstes (liturgia)
·      die Sorge um die Armen und Schwachen (diakonia).

Der heutige Tagesheilige Laurentius hat sich als Diakon gemäß seinem Amt im 3. Jahrhundert besonders dem drittgenannten Bereich gewidmet: der Sorge um die Armen. Wie Jesus hat auch er im Dienst an den Menschen sein Leben hingegeben in der Verfolgung durch Kaiser Valerian. 

Ist das Dienen heute noch „in“?
  
Etwas für andere tun, anderen helfen – lange Zeit schien das nicht „up to date“ zu sein. Doch hat sich in den letzten Jahren ein Wandel gezeigt: das ehrenamtliche Engagement ist neu entdeckt worden, in der Kirche wie auch in der Gesellschaft. Freilich steht dahinter, dass immer mehr Dienste nicht mehr hauptberuflich, also bezahlt, möglich sind. Doch muss dieser Auslöser nicht schlecht sein. Denn etwas für andere zu tun, entfaltet unser Menschsein erst richtig. Wir sind ja nicht nur für uns selbst geschaffen, sondern wir können in Beziehung treten. Dienst tun im Ehrenamt heißt, Zeit, Aufmerksamkeit und manchmal auch Nerven zu investieren. Es ist nicht immer ein Amt, das Bedeutung hat, auch die Ehre ist nicht immer gleich sichtbar. Doch das Sich-verschenken kann reiche Frucht bringen, das Loslassen Gewinn bedeuten und das Dienen Gottes Liebe bezeugen.

Dienstag, 7. August 2012

Maria als „Mutter des guten Rates“ entdecken


Fest „Im Dienste der Königin in Manderfeld“

Von Lothar Klinges

Die Ortschaft Manderfeld wird am 2. September Gastgeberin der 57. Marienfeier „Im Dienst der Königin“ sein, zu der auch in diesem Jahr wieder über 1000 Pilger erwartet werden. Die 70-jährige Vorsitzende der Vereinigung „Im Dienste der Königin“, Maria Simons aus Manderfeld, bei der seit 1987 die Fäden zusammenlaufen, feiert in diesem Jahr in ihrer Heimatpfarre das silberne „Dienstjubiläum“ als Leiterin. Mit dem Glaubensfest „Im Dienst der Königin“ ist seit fast sechs Jahrzehnten etwas gewachsen, was sich ungeachtet kirchlicher und gesellschaftlicher Turbulenzen unumstößlich in der Eifel gehalten hat. Ein Termin, der historisch gewachsen und nicht nur in Ostbelgien beispiellos ist.

„Maria, Mutter des guten Rates“. Unter diesem Motto stehen die Feierlichkeiten in Manderfeld. Innerhalb der Kontaktguppe hat sich eine Liturgie-Gruppe um Marlene Peters und Pastor Rudi Schumacher gebildet, die sich mit dem Thema näher befasst und in Gebeten und Meditationen in einem Pilgerheft entfaltet hat. „Die Menschheit lebt in einer Zeit der Krise. Auch Maria hat Krisen gekannt. Sie hat jedoch auf Gott und ihren Sohn vertraut“, erklärt Pastor Schumacher die Wahl des diesjährigen Leitgedankens. „Auch wir dürfen in unserer Ratlosigkeit vertrauensvoll zu Maria gehen, deshalb nennen wir sie auch ‚Mutter vom guten Rat‘“. Maria sei da, wenn Kinder und Jugendliche auf Irrwegen geraten oder Menschen mutlos werden. Sie sei da, wenn Menschen unter dem Druck und den Anforderungen der Zeit leiden oder in Ehe und Familie in ausweglosen Situationen. Schließlich sei sie auch da, wenn es an Liebe und Einfühlungsvermögen im Umgang mit kranken und alten Menschen fehlt. „Mit Maria öffnen sich Wege, die ausweglos erscheinen“, betont der Manderfelder Pastor.

Vorbereitungen

Seit vielen Monaten laufen die inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitungen unter der Koordination der Mitglieder der Kontaktgruppe. Bereits im Dezember 2011 begannen die ersten Überlegungen. Alle Vereine erhielten ein Informationsschreiben. Im April 2012 wurde es dann bei einer Informationsversammlung konkret, als anhand einer Powerpoint-Präsentation das Gesamtkonzept vorgestellt wurde. Anschließend konnten sich die Vereine und die Pfarrangehörigen für verschiedene Projekte einschreiben. In Arbeitstreffen wurden das Schmücken der Stationen, die Aufstellung von Fahnen, die Organisation der Parkplätze, die Organisation für Kaffee und Kuchen und das Mittagessen der Förder/innen besprochen. Jeweils ein Mitglied der Kontaktgruppe ist direkter Ansprechpartner der verschiedenen Aufgabenbereiche. Mit ihren Gruppen treffen sie sich regelmäßig und berichten über den Fortgang der Planungen in der Kontaktgruppe, um offene Fragen zu klären 

Pater H-J Jünemann als Festprediger

Bereits zwei Tage vor dem Festtag geht Montfortaner-Pater Hermann-Josef Jünemann in Gottesdiensten in Manderfeld und Krewinkel auf das Thema ein. Am Sonntag, dem 2. September, findet um 10.15 Uhr der Gottesdienst statt, der vom Kirchenchor mitgestaltet wird. Nachmittags stellt sich die Prozession um 14.15 Uhr am Pfarrheim auf. Nach der Prozession unter Mitwirkung des Musikvereins, der die Pilger unterwegs zum Mitsingen ermuntern wird, findet gegen 15.15 Uhr am Pfarrheim die Schlussandacht statt. Im Anschluss daran haben die Pilger in der Sporthalle Zeit zur Begegnung und zum Beisammensein. Bischof Aloys Jousten wurde ebenfalls – wie in den beiden vergangenen Jahren in Burg-Reuland und in Born – zur Marienprozession eingeladen.