Dienstag, 24. März 2015

Die erhöhte Schlange & der erhöhte Jesus


Das Volk Israel hat auf seinem vierzigjährigen Weg durch die Wüste in das von Gott versprochene Land immer wieder den Mut verloren und gezweifelt, ob es jemals das Ziel erreichen werde. Mose musste oft für die Israeliten bei Gott eintreten und dessen Vergebung erbitten und erwirken. In der heutigen Lesung hören wir, dass Gott eine Schlangenplage schickte, so dass viele Israeliten gebissen wurden und starben. Gott gebot dem Mose eine Schlange aus Kupfer an einer Stange aufzuhängen, damit jeder, der zu ihr aufblickte, von den tödlichen Schlangenbissen geheilt werde.

Die Israeliten brachen vom Berg Hor auf und schlugen die Richtung zum Schilfmeer ein, um Edom zu umgehen. Unterwegs aber verlor das Volk den Mut, es lehnte sich gegen Gott und gegen Mose auf und sagte: Warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt? Etwa damit wir in der Wüste sterben? Es gibt weder Brot noch Wasser. Dieser elenden Nahrung sind wir überdrüssig.

Da schickte der Herr Giftschlangen unter das Volk. Sie bissen die Menschen und viele Israeliten starben. Die Leute kamen zu Mose und sagten: Wir haben gesündigt, denn wir haben uns gegen den Herrn und gegen dich aufgelehnt. Bete zum Herrn, dass er uns von den Schlangen befreit. Da betete Mose für das Volk. Der Herr antwortete Mose: Mach dir eine Schlange und häng sie an einer Fahnenstange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht.

Mose machte also eine Schlange aus Kupfer und hängte sie an einer Fahnenstange auf. Wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und zu der Kupferschlange aufblickte, blieb er am Leben. Buch Numeri 21,4-9


 Jesus hat in seinen Streitgesprächen mit den Juden diesen Vorgang öfter aufgegriffen und die in der Wüste erhöhte Kupferschlange auf sich bezogen: „Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat.“ Lies: Johannesevangelium 8,21-30


Ein Pfarrer führte ein Gespräch mit einem Mann, dessen junge Frau er nach einer schweren Krankheit, die zum Tod geführt hatte, beerdigen musste. Der Mann war sehr traurig, und der Pfarrer versuchte, ihn irgendwie zu trösten. Doch er merkte, dass seine Worte keinen Trost vermitteln konnten. Schließlich stockte er und sagte: „Ich weiß, es gibt im Grunde keinen Trost.“ „Doch“, sagte der Mann, „Sonntag saß ich in der Kirche. Auf die Predigt habe ich nicht geachtet. Ich schaute einfach zum Kreuz. Da hatte ich plötzlich das Gefühl, dass Jesus mir seine Arme entgegenstreckt und ich war irgendwie getröstet.“